FTC verklagt WPATH wegen irreführender Behandlungsempfehlungen für Minderjährige
Ida SchmitzFTC verklagt WPATH wegen irreführender Behandlungsempfehlungen für Minderjährige
Die US-Handelsbehörde FTC und vier Bundesstaaten der USA haben die Weltgesellschaft für Transgender-Gesundheit (WPATH) verklagt. Die Klage wirft der Organisation vor, irreführende Aussagen über geschlechtsangleichende Behandlungen bei Minderjährigen gemacht zu haben. Das Verfahren könnte weitreichende Folgen für ähnliche Fachgremien und die Erarbeitung medizinischer Leitlinien haben. Die FTC wirft der WPATH vor, durch täuschende Aussagen über ihre Behandlungsempfehlungen für junge Menschen Profit geschlagen zu haben. Die Organisation, die seit über 50 Jahren medizinische Standards für geschlechtsangleichende Behandlungen vorgibt, wehrt sich gegen die Vorwürfe. Sie erklärt, sie werde nachweisen, dass die FTC aus Rache handle und in die Meinungsfreiheit von Medizinfachleuten eingreife. Zudem behauptet die WPATH, ein Bundesgericht habe die Ermittlungen der FTC gegen die Organisation bereits abgewiesen.
Die WPATH befürwortet individuelle Therapieansätze statt einer pauschalen Herangehensweise bei geschlechtsangleichenden Behandlungen. Parallel hat die FTC bereits Untersuchungen gegen die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde und die Endocrine Society wegen deren eigener Richtlinien eingeleitet. Das Ergebnis des Verfahrens könnte die weiteren Ermittlungen der FTC gegen ähnliche Fachgremien prägen. Zudem könnte ein Urteil Auswirkungen darauf haben, wie medizinische Leitlinien für geschlechtsangleichende Behandlungen künftig erarbeitet und reguliert werden. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.
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