Rassismusvorwürfe erschüttern Montreals Polizei – Ethikkommissar ermittelt
Miriam AlbrechtRassismusvorwürfe erschüttern Montreals Polizei – Ethikkommissar ermittelt
Der Polizeietik-Kommissar von Québec hat eine Akte eröffnet, um Vorwürfe von Rassismus und Diskriminierung innerhalb der Polizei von Montreal zu prüfen. Der Schritt folgt einem Ersuchen der Roten Koalition, nachdem die Behörde eine nächtliche Streifenabteilung im Stadtteil Montréal-Nord aufgelöst hatte.
Die Rote Koalition wirft Beamten der Wache 39 vor, rassistische Kontrollen und Schikanen gegen Anwohner durchgeführt zu haben. Zudem behauptet sie, dass Mitarbeiter, die solche Missstände gemeldet hätten, von Kollegen mit Repressalien konfrontiert worden seien.
Polizeichef Fady Dagher bestätigte, dass 14 Beamte der Wache 39 versetzt wurden. Zwei weitere wurden vorläufig suspendiert, während die Staatsanwaltschaft prüft, ob Anklage erhoben wird. Das Büro des Ethikkommissars wollte nicht bestätigen, ob bereits ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, und erklärte, man werde erst Details bekanntgeben, falls ein Beamter an das Verwaltungsgericht für Polizeietik verwiesen werde.
Die Beschwerde wird weiterhin vom Ethikkommissar geprüft. Die Vorwürfe der Roten Koalition und die Versetzungen der Beamten unterstreichen die anhaltende kritische Überprüfung des Polizeiverhaltens in Montreal. Das weitere Vorgehen hängt von den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und des Ethiktribunals ab.






