Wolfenbüttel setzt trotz Haushaltsnot auf Millionenprojekt für Radschnellweg nach Braunschweig
Paul MüllerWolfenbüttel setzt trotz Haushaltsnot auf Millionenprojekt für Radschnellweg nach Braunschweig
Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat Pläne für eine neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig genehmigt. Trotz angespannter Haushaltslage bleibt die Stadt dem Vorhaben verpflichtet, um den Radverkehr zwischen den beiden Städten zu fördern. Die geplante Strecke würde Baukosten in Höhe von 1,365 Millionen Euro verursachen. Die jährlichen Unterhaltungskosten werden auf 30.000 Euro geschätzt. Nach Fertigstellung rechnet die Stadt mit etwa 2.000 täglichen Fahrten auf der neuen Verbindung.
Bisher verbinden zwei gut ausgebaute Radwege Wolfenbüttel und Braunschweig, doch weniger als fünf Prozent aller Fahrten zwischen den Städten entfallen derzeit auf das Fahrrad. Leonhard Pröttel von den Grünen kritisierte die CDU, sie konzentriere sich stattdessen auf lokale Radprojekte und betreibe Populismus mit der verzögerten Priorisierung der interkommunalen Fahrradschnellverbindung.
Die SPD unterstützt das Projekt, um eine gleichberechtigte Behandlung von Radfahrern, Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten. Wolfenbüttel steht vor einem Haushaltsdefizit von 19 Millionen Euro, doch der Stadtrat hat grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Mit der neuen Fahrradschnellverbindung soll der Radverkehr zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig nachhaltig gestärkt werden. Das Projekt bleibt trotz finanzieller Herausforderungen ein zentrales Vorhaben der Stadt.
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