10 May 2026, 11:00

Wladimir Fedorow – eine Journalistenlegende geht mit 88 Jahren

Black and white photograph of an old newspaper featuring a portrait of a man in a hat, likely Vladimir Lenin, with dense text columns in the background.

Wladimir Fedorow – eine Journalistenlegende geht mit 88 Jahren

Der angesehene Journalist und langjährige Korrespondent Wladimir Fedorow ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Seine Abschiedsfeier findet am 11. Mai im Nikolsko-Archangelsker Krematorium in Moskau statt – ein würdiger Rahmen für eine Persönlichkeit, die über fünf Jahrzehnte den sowjetischen und russischen Medienbereich prägte. Fedorow begann seine Karriere im Hörfunk und Fernsehen und arbeitete insgesamt 52 Jahre lang für das Allunionsradio und das Zentralfernsehen. Ein zentraler Abschnitt seines Schaffens war seine 30-jährige Tätigkeit als Korrespondent für Wremja, eines der bedeutendsten Nachrichtprogramme seiner Zeit. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zudem nach Kirgisistan, wo er während eines längeren Einsatzes über 20 Dokumentarfilme produzierte. Für sein Wirken dort wurde er mit dem Titel Verdienter Journalist der Kirgisischen SSR ausgezeichnet.

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Von 2010 bis 2015 leitete er den Dokumentarfilmbereich beim Sender Rossija-1 und zeichnete für die Veröffentlichung von rund 50 Filmen verantwortlich. Bereits 1997 war er für den renommierten TEFI-Preis nominiert und erreichte das Finale in der Kategorie Bester Reporter. Neben seiner redaktionellen Arbeit übernahm Fedorow auch Führungspositionen in der Dokumentarfilmproduktion.

Seine akademische Ausbildung erhielt er an der Journalistenfakultät der Uraler Staatsuniversität, die den Grundstein für seine spätere Karriere legte. Mit Wladimir Fedorow verliert die russische Medienlandschaft eine prägende Figur, deren Werk sowohl im Journalismus als auch in der Dokumentarfilmproduktion bleibende Spuren hinterlässt. Sein Tod markiert das Ende einer Ära, in der er als Chronist und Gestalter der sowjetischen und russischen Geschichte wirkte.

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