Was wird aus den Warnungen von Holocaust-Überlebenden?

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Ein historisches Schild mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.

Was wird aus den Warnungen von Holocaust-Überlebenden? - Was wird aus den Warnungen von Holocaust-Überlebenden?

Was wird aus den Mahnungen der Holocaust-Überlebenden?

Was wird aus den Mahnungen der Holocaust-Überlebenden?

Was wird aus den Mahnungen der Holocaust-Überlebenden?

Leon Weintraub, Überlebender von Auschwitz, hat seinen 100. Geburtstag mit einer dringenden Warnung vor dem Erstarken des rechtsextremen Fanatismus begangen. Geboren in Łódź, Polen, durchlitt er Deportation, Zwangsarbeit und die Schrecken des Holocaust. Heute fürchtet er, dass globaler Extremismus und Parteien wie die deutsche AfD gefährliche Ideologien der Vergangenheit wiederbeleben könnten.

Seine Botschaft kommt zu einer Zeit, in der das Gedenken an den Holocaust bei jüngeren Generationen verblasst. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 12 Prozent der 18- bis 29-Jährigen in Deutschland noch nie vom Holocaust gehört haben. Dennoch bleibt Weintraub hoffnungsvoll: Der Dialog mit jungen Menschen könne, so glaubt er, noch immer den Lauf der Geschichte verändern.

Weintraubs Leben ist geprägt von Überlebenswillen und Widerstandskraft. Nach den Qualen in Auschwitz und der Zwangsarbeit studierte er später Medizin in Göttingen, bevor er sich in Schweden niederließ. Seine Erfahrungen trieben ihn an, sein Leben lang über die Gefahren von Hass und Extremismus aufzuklären.

Heute warnt er, dass die Forderungen der AfD nach Massenabschiebungen an die unmenschlichen Praktiken der Vergangenheit erinnern. Solche Ideologien sieht er als globale Bedrohung – nicht nur für Deutschland. Statt in Verzweiflung zu verfallen, setzt er auf die junge Generation als Schlüssel im Kampf gegen diese Strömungen.

Die Bemühungen, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten, nehmen neue Formen an. Die Journalistin Susanne Siegert nutzt Plattformen wie Instagram und TikTok, um jüngere Zielgruppen mit Berichten von Überlebenden zu erreichen. Gleichzeitig veranstaltet der Verein Zweitzeugen Workshops, in denen Weintraubs Zeugnis zu Reflexion und Diskussion anregt.

Die Dringlichkeit dieser Initiativen ist offenkundig: Neben steigendem Antisemitismus und Schändungen an Gedenkstätten zeigt die Umfrage besorgniserregende Wissenslücken in der Geschichtsvermittlung. Doch die Arbeit geht weiter – von Reden, die das Gedenken als Pflicht betonen, bis hin zu Veranstaltungen wie Eva Weyls Vortrag in Stuttgart im Juli 2025.

Yael Richler-Friedman von Yad Vashem unterstreicht die Bedeutung von Empathie in der deutschen Erinnerungskultur. Nur durch das Verständnis der persönlichen Schicksale der Opfer lasse sich verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt. Für Weintraub bleibt das Ziel eine Zukunft, in der friedliches Miteinander über Spaltung siegt.

Sein Jahrhundertleben reicht von den Schrecken des Holocaust bis zu den heutigen Kämpfen gegen Extremismus. Seine Mahnungen erinnern an die Folgen ungebremsten Hasses. Mit Bildung und Engagement, davon ist er überzeugt, können junge Menschen eine Welt gestalten, in der solche Ideologien keinen Platz mehr haben.

Die Herausforderung bleibt: die Lehren der Vergangenheit müssen bewahrt werden, während neue Generationen die Verantwortung übernehmen.

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