13 June 2026, 23:01

Vermisstenkrise in Mexiko: Familien nutzen WM 2024 für dringenden Hilferuf

Sammlungen und Suchfamilien kritisieren Sheinbaum für die Bagatellisierung der Verschwundenen-Krise; nutzen die Weltmeisterschaft, um sie sichtbar zu machen

Vermisstenkrise in Mexiko: Familien nutzen WM 2024 für dringenden Hilferuf

Am Vorabend der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2024 fand in Mexiko eine Mahnwache statt. Angehörige von Vermissten versammelten sich, um mehr Engagement im Umgang mit der Krise der erzwungenen Verschwindenlassen im Land zu fordern – über 133.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Sie nutzten das globale Sportereignis, um auf ihren anhaltenden Kampf aufmerksam zu machen und um verstärkte Unterstützung zu werben.

Die Familien suchen seit Monaten täglich nach ihren Angehörigen, angetrieben von dem, was sie als institutionelle Gleichgültigkeit bezeichnen. Sie weisen Vorwürfe zurück, ihre Proteste dienten dazu, das Turnier zu stören oder Mexikos Ruf zu schaden. Stattdessen betonen sie, ihr Ziel sei es, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.

Bei der Kundgebung kritisierten sie die Bundesregierung für deren konfrontative Haltung gegenüber internationalen Warnungen zu den Verschwindenlassen. Präsidentin Claudia Sheinbaum steht in der Kritik, die Krise zu verharmlosen und soziale Proteste abzutun. Die Angehörigen berichteten zudem, dass ihre vermissten Familienmitglieder Fußballfans gewesen seien, die sich die Teilnahme an der WM gewünscht hätten.

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Die Veranstaltung endete mit einem Appell, den Geist der Einheit, der mit dem Turnier verbunden ist, über die Stadien hinaus zu tragen. Sie riefen Fans und die Öffentlichkeit auf, bei der Verbreitung von Vermisstenmeldungen zu helfen und ihre Suchaktionen während der Weltmeisterschaft zu unterstützen.

Die Mahnwache markierte den Beginn der WM in Mexiko. Die Familien hoffen, dass die weltweite Aufmerksamkeit die Behörden dazu drängt, sich der Verschwindenlassen anzunehmen. Ihr Aufruf zur Solidarität zielt darauf ab, das mediale Interesse am Turnier in konkrete Maßnahmen für die Vermissten umzuwandeln.

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