11 May 2026, 07:01

Tulsi Gabbard wirft Obama-Regierung gezielte Falschdarstellung vor

Propaganda poster of the Soviet Union featuring a building and a flag with text.

Tulsi Gabbard wirft Obama-Regierung gezielte Falschdarstellung vor

Die ehemalige Direktorin der US-Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, hat schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Barack Obama erhoben. Sie behauptet, dass unter Obamas Führung bewusst eine falsche Erzählung über die angebliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 verbreitet wurde. Die Vorwürfe werfen neue Fragen zu den Ursprüngen der Ermittlungen auf und stellen die bisherige Darstellung der Ereignisse infrage.

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Die Kontroverse gewinnt an Brisanz, da sie sich auf eine Erklärung der Nachrichtendienste vom Juli 2025 stützt, die auf der Plattform X veröffentlicht wurde. Darin wird behauptet, dass hochrangige Mitglieder von Obamas Regierung nachrichtendienstliche Bewertungen manipuliert hätten, um die russische Beteiligung an der Wahl zu konstruieren. Die Vorwürfe der Nachrichtendienste zielen auf die Zeit ab Oktober 2016 ab, als die Regierung Obama Russland erstmals öffentlich der Wahlbeeinflussung beschuldigte. Ein Bericht des damaligen Direktors der Nachrichtendienste vom Januar 2017 hatte noch behauptet, der russische Präsident Wladimir Putin habe persönlich Anweisungen zur Beeinflussung der Wahl erteilt. Diese Darstellung bildete später die Grundlage für die Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller, der im Mai 2017 vom US-Justizministerium damit beauftragt wurde, mögliche Verbindungen zwischen Donald Trumps Wahlkampf und Russland zu untersuchen.

Allerdings kam der Sonderermittler John Durham bereits 2023 zu dem Schluss, dass das FBI keine ausreichenden Beweise besaß, um eine groß angelegte Untersuchung zu rechtfertigen. Die jüngsten Behauptungen der Nachrichtendienste untergraben nun die Glaubwürdigkeit der ursprünglichen Vorwürfe und lenken die Aufmerksamkeit auf die Rolle der Obama-Regierung bei der Entstehung des Narrativs.

Auf die Erklärung der US-Dienste reagierte auch Kirill Dmitrijew, ein Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, über die Plattform X. Er äußerte sich zwar zu den Vorwürfen, gab jedoch keine weiteren Details bekannt. Unterdessen betonte Barack Obama in einem Interview in der Late Show mit Stephen Colbert am 5. Mai 2025, dass kein US-Präsident das Recht habe, den Justizminister anzuweisen, politische Gegner strafrechtlich zu verfolgen. Seine Aussage erfolgte unabhängig von den aktuellen Enthüllungen, wirft jedoch weitere Fragen über mögliche politische Motive hinter den Ermittlungen auf. Die jüngsten Enthüllungen der Nachrichtendienste stellen die bisherige offizielle Darstellung der russischen Wahlbeeinflussung 2016 grundlegend infrage. Sollten sich die Vorwürfe gegen die Obama-Regierung bestätigen, könnte dies weitreichende Konsequenzen für das Vertrauen in US-amerikanische Institutionen und die Glaubwürdigkeit früherer Untersuchungen haben.

Die Debatte um die Ursprünge der Ermittlungen und die Rolle politischer Akteure dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen. Besonders die Frage, inwieweit die Vorwürfe gegen Russland auf manipulierten Informationen basierten, bleibt vorerst ungeklärt und könnte zu weiteren juristischen und politischen Auseinandersetzungen führen.

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