02 May 2026, 00:40

Sal Da Vincis Sanremo-Sieg spaltet Italien: Jubel in Neapel, Wut im Netz

Plakatankündigung für ein Konzert im Teatro Sociale Trento in Rom, Italien, mit Text zur Beschreibung des Ereignisses.

Sal Da Vincis Sanremo-Sieg spaltet Italien: Jubel in Neapel, Wut im Netz

Sal Da Vinci hat in diesem Jahr das Sanremo-Festival gewonnen – ein Erfolg, der sowohl Jubel als auch Kontroversen auslöste. Während seine Auszeichnung in Neapel begeistert gefeiert wurde, entfachte eine scharfe Kritik eines Journalisten der Corriere della Sera eine hitzige Debatte. Besonders die abfälligen Bemerkungen des Kritikers über den Stil des Songs und die kulturellen Anspielungen sorgten online für empörte Reaktionen.

Der Journalist bezeichnete Da Vincis Siegertitel als „die Filmmusik zu einer Hochzeit der Camorra“ und ging noch weiter, indem er das Lied mit einer Parodie des Komikers Checco Zalone verglich. Sein Fazit: Der Song stehe für eine kitschige, melodramatische Version Süditaliens.

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Die Äußerungen lösten einen Shitstorm in den sozialen Medien aus. Viele Nutzer warfen dem Journalisten Vorurteile gegenüber dem italienischen Süden vor. Andere verurteilten den Camorra-Vergleich als ungerechtfertigt und brandmarkten ihn als hetzerisch.

Trotz der Aufregung räumte der Kritiker auch die Leistungen anderer Künstler aus Süditalien beim Sanremo-Festival ein. Besonders hob er die Auftritte von Samurai Jay und Serena Brancale als Höhepunkte hervor. Doch diese positiven Worte verblassten angesichts der wütenden Reaktionen auf seine Abwertung von Da Vincis Song.

Die Diskussion wirft ein Schlaglicht auf die regionale Repräsentation in der italienischen Musikszene. Für seine Anhänger in Neapel bleibt Da Vincis Sieg ein Grund zum Stolz. Gleichzeitig halten die Aussagen des Journalisten die Debatte über kulturelle Klischees und die Verantwortung der Medien am Köcheln.

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