Mexikos Tourismus leidet unter Sicherheitsrisiken und steigenden Flugkosten
Paul MüllerMexikos Tourismus leidet unter Sicherheitsrisiken und steigenden Flugkosten
Mexikos Tourismuseinnahmen leicht rückläufig
In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind die Einnahmen aus dem Tourismus in Mexiko leicht gesunken. Internationale Besucher gaben zwischen Januar und April 13,26 Milliarden US-Dollar aus – ein Rückgang um 0,4 % im Vergleich zu 2023. Hauptgrund für den Rückgang ist die abnehmende Zahl an Flugreisenden, die den Großteil der Tourismusausgaben bestreiten.
Ein Schusswechsel in Teotihuacán am 20. April forderte zwei Todesopfer und verletzte 13 Ausländer. Der Vorfall sorgte international für Schlagzeilen und beschädigte das Image Mexikos als sicheres Reiseziel. Kurz darauf gaben die USA, Kanada und Großbritannien Reisewarnungen für ihre Bürger heraus.
Diese Warnungen trugen zu einem Rückgang US-amerikanischer Touristen um 6,1 % von Januar bis April bei. Auch am Flughafen Cancún, dem wichtigsten Einreiseknotenpunkt für ausländische Besucher, sank die Zahl der internationalen Passagiere im gleichen Zeitraum um 3,8 %.
Die Festnahme und Tötung des Kartellchefs Nemesio „El Mencho“ Oseguera in Tapalpa führte zu weiteren Reisebeeinträchtigungen. Viele Touristen sagten ihre Trips ab, was die Zahl der Ankünfte per Flug verringerte. Diese Reisenden geben in der Regel mehr Geld aus, und ihr Fehlen wirkte sich spürbar auf die Gesamtzahlen aus.
Steigende Kerosinpreise belasten die Airlines zusätzlich. Treibstoff macht mittlerweile fast ein Drittel ihrer Gesamtkosten aus. Aeroméxico, Volaris und Viva Aerobus reagierten mit Streichungen von Strecken und einer Reduzierung der Flugfrequenzen. Der Mexikanische Tourismusverband warnt, dass die höheren Spritpreise – angetrieben durch den Nahostkonflikt – Mexiko aufgrund von Sanktionen des US-Verkehrsministeriums stärker treffen werden als andere Länder.
Flugreisende, die 82 % der gesamten Tourismusausgaben ausmachen, gaben 3,4 % weniger aus. Dieser Rückgang trug maßgeblich zum Gesamtrückgang der Einnahmen bei. Die Kombination aus Sicherheitsbedenken und steigenden Kosten bleibt eine Herausforderung für Mexikos Tourismusbranche.






