Krachs SPD-Wahlkampf: Mietendeckel und scharfe Kritik an Wegners Untätigkeit
Paul MüllerKrachs SPD-Wahlkampf: Mietendeckel und scharfe Kritik an Wegners Untätigkeit
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, setzt im Wahlkampf auf Wohnen als zentrales Thema. Er fordert schärfere Mietpreisbremse und prangert Vermieter an, die Mieter ausnutzen. Zu seinen Vorschlägen gehört eine Bundesklausel, die Ländern wie Berlin ermöglichen soll, Mietobergrenzen wieder einzuführen.
Krach warf Berlins regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) vor, gegen die steigenden Mieten nicht vorzugehen. Er verlangte von Wegner, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und CDU-Chef Friedrich Merz über die Notwendigkeit von Mietpreisbremse zu informieren. Zudem forderte der SPD-Politiker Wegner zu einem Tennismatch heraus – eine spitze Anspielung auf dessen umstrittene Entscheidung, während eines großen Stromausfalls im vergangenen Jahr Tennis zu spielen.
Die SPD setze sich bereits seit Langem für bezahlbaren Wohnraum ein, betonte Krach – noch bevor die Linke das Thema aufgegriffen habe. Als Beleg verwies er auf die Mitwirkung seiner Partei bei der Einrichtung der Berliner Mietenschiedsstelle. Jetzt unterstützt er die Einführung eines stadtweiten Mietenregisters und nennt dies eine „bahnbrechende Entwicklung“ für Mieter.
Vermieter, die überhöhte Mieten verlangen, warnte Krach: Ab Anfang 2027 würden Kontrollbehörden mit Inspektionen beginnen. Sein Plan sieht vor, dass Bundesländer wie Berlin bei Bedarf über eine Opt-out-Klausel wieder Mietpreisbremse einführen können.
Mit strengerer Aufsicht und neuen Regelungen will die SPD die Berliner Wohnungsnot bekämpfen. Krachs Wahlkampf konzentriert sich auf Mieterschutz – etwa durch ein Mietenregister und mögliche landesweite Mietobergrenzen. Vermieter müssen sich auf verschärfte Kontrollen ab 2027 einstellen.






