20 June 2026, 14:05

Hamburgs Jugendhilfe vor Umbruch: Ombudsstellen-Fusion und Schließungsdrohung

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburgs Jugendhilfe vor Umbruch: Ombudsstellen-Fusion und Schließungsdrohung

Die Hamburger Schulbehörde erwägt tiefgreifende Änderungen in der Jugendhilfe. Das seit 2021 aktive OHA!-Büro für Kinder- und Jugendrechte, eine Ombudsstelle, könnte mit einer neu zu schaffenden Ombudsstelle für Kitas zusammengelegt werden. Dieser Schritt stößt bei lokalen Organisationen auf Besorgnis.

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Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH), das einzige Fachnetzwerk der Stadt für offene Kinder- und Jugendarbeit, steht vor der Schließung – Grund sind unsichere Finanzierungen. Um seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte aufrechtzuerhalten, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro. Findet sich bis Ende Juni keine Lösung, wird der VKJH über eine Übertragung seiner Aufgaben an die Bezirksämter beraten müssen.

Die Schulbehörde hat beschlossen, die Ombudsstelle neu auszuschreiben, die derzeit rund 300 Beratungen pro Jahr durchführt. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und lehnt die geplante Zusammenlegung entschieden ab.

Die Fusion würde ein neues Vergabeverfahren auslösen. Sollten die Finanzierungsprobleme bestehen bleiben, könnten die Einrichtungen und Projekte des VKJH auf andere Träger verteilt werden. Die Zukunft der Ombudsstelle bleibt ungewiss, während die Diskussionen andauern.

Quelle