Grünen-Politiker fordert härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Miriam AlbrechtGrünen-Politiker fordert härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Ein führender Politiker der Grünen hat schärfere Maßnahmen gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland gefordert. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, verurteilte den zunehmenden Hass und die Gewalt, die sich gegen jüdische Gemeinden im ganzen Land richten.
In einer klaren Stellungnahme gegen diesen Trend bezeichnete von Notz die Zunahme der Angriffe als inakzeptabel und abscheulich. Er warnte davor, dass Feindseligkeiten gegenüber Jüdinnen und Juden nicht mit Kritik an der israelischen Regierung oder ihrer Politik gerechtfertigt werden dürften.
Mehr als zwei Drittel der jüdischen Gemeinden in Deutschland berichten inzwischen, dass sie sich seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober weniger sicher fühlen. Der Abgeordnete betonte, dass die Gesellschaft den Antisemitismus mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln bekämpfen müsse.
Von Notz wies auch Versuche zurück, Hass durch einen Bezug auf die Politik der Netanjahu-Regierung zu rechtfertigen. Er bestand darauf, dass die deutsche Gesellschaft eine ständige Verantwortung trage, jüdische Menschen vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen.
Der Aufruf zu mehr Engagement kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen um die Sicherheit jüdischer Gemeinden weiter wachsen. Von Notz’ Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit anhaltender Bemühungen, um Antisemitismus durch rechtliche und gesellschaftliche Maßnahmen entgegenzuwirken. Behörden und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stehen nun unter Druck, das Problem entschlossener anzugehen.






