07 April 2026, 06:09

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert Reformen

Alte Ansichtskarte zeigt einen Bahnhof in Germersheim, Deutschland, mit einem Gebäude, Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert Reformen

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihre Finanzpraktiken kritisiert. Er bezeichnete die komplexe Unternehmensstruktur als "Geldwäschemaschine" und forderte von Konzernchefin Evelyn Palla stärkeres Führungsverhalten. Seine Äußerungen folgen auf jüngste Personalwechsel in der Führungsetage und anhaltende Bedenken hinsichtlich der Effizienz des Bahnkonzerns.

Reißen warf der DB vor, ein übermäßig kompliziertes Netz aus Tochtergesellschaften zu betreiben. Auf dem Höhepunkt verwaltete die Gruppe mehr als 1.000 interne Einheiten, wobei diese Zahl inzwischen auf unter 600 gesunken ist. Er behauptete, das Unternehmen berechne sich selbst für interne Dienstleistungen, was unnötige Kosten verursache und die finanzielle Transparenz verschleiere.

Gleichzeitig unterstützte er die jüngsten Entscheidungen von CEO Evelyn Palla zur Straffung der Führungsebene. Reißen begrüßte die Entlassungen von Sigrid Nikutta, Chefin von DB Cargo, sowie der Finanzvorständin Karin Dohm als notwendig für eine konsequente Unternehmensführung. Zudem sprach er sich für Pallas Plan aus, die Größe des Top-Managements zu halbieren, da dies die Produktivität und die betrieblichen Ergebnisse verbessern werde.

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Die Kritik erweiterte Reißen auch auf frühere Personalentscheidungen. Er hinterfragte, warum Dohm trotz angeblich fehlender Qualifikationen zur Finanzchefin ernannt worden sei, und warnte vor möglichen künftigen Konflikten. Darüber hinaus forderte er Palla auf, sich weniger auf öffentliche Versprechen zu konzentrieren und stattdessen konkrete Reformen des Bahnsystems voranzutreiben.

Reißens Aussagen unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die finanziellen und managementbezogenen Praktiken der DB. Die Unterstützung des Gewerkschaftschefs für Pallas Umstrukturierungsmaßnahmen deutet auf einen Druck hin, tiefgreifendere Veränderungen im Konzern durchzusetzen. Wie sich diese Reformen entwickeln, wird voraussichtlich die Geschäftstätigkeit der DB in den kommenden Monaten prägen.

Quelle