01 May 2026, 22:37

DKV Mobility führt harte Strafgebühren für langes E-Auto-Laden ein

Elektrische Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur, Grünfläche und einer Brücke im Hintergrund an einem bewölkten Himmel.

DKV Mobility führt harte Strafgebühren für langes E-Auto-Laden ein

DKV Mobility verschärft Regeln für E-Auto-Laden mit neuer Sperrgebühr

Ab dem 1. Februar 2026 führt DKV Mobility eine strenge Neuregelung für das Laden von Elektrofahrzeugen an Gleichstrom-Schnellladestationen ein: Wer die 30-Minuten-Grenze überschreitet, muss mit hohen Zusatzkosten rechnen. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, damit Nutzer unangemessen zu bestrafen, statt einen fairen Umgang mit den Ladesäulen zu fördern.

Laut dem aktualisierten Gebührenmodell fallen nach der ersten halben Stunde bis zu 12 Cent (brutto) pro Minute an. Für den darüber hinaus verbrauchten Strom können die Preise auf bis zu 82 Cent (brutto) pro Kilowattstunde steigen. DKV Mobility bewirbt die Maßnahme als „Fair-Use-Politik“, doch Gegner sehen darin eine getarnte Strafgebühr.

Die meisten Elektroautos mit 400-Volt-System schaffen es nicht, innerhalb von 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladekapazität zu kommen. Ein gerechteres System, so die Forderung einiger Experten, sollte stattdessen den tatsächlichen Ladezustand des Fahrzeugs berücksichtigen – und nicht nur die reinen Ladezeiten.

Andere Anbieter setzen auf unterschiedliche Modelle: Maingau und EnBW hatten 2019 ein Pauschalpreismodell für das E-Auto-Laden eingeführt. EnBW stieg jedoch später aus diesem System aus und ersetzte es durch ein komplexes und weniger transparentes Tarifsystem.

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Die neue Sperrgebühr tritt Anfang 2026 in Kraft und trifft vor allem Fahrer, die auf Schnellladestationen angewiesen sind. Da viele Fahrzeuge die 30-Minuten-Grenze nicht einhalten können, drohen den Nutzern höhere Kosten. Der Schritt steht im Kontrast zu früheren Branchenbemühungen, die Preise für das Laden von Elektroautos zu vereinfachen und verständlicher zu gestalten.

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