Daimler und Bosch setzen auf autonome Autos – doch Geely könnte alles verändern
Miriam AlbrechtDaimler und Bosch setzen auf autonome Autos – doch Geely könnte alles verändern
Daimler treibt seine Pläne voran, die Führung im Bereich des autonomen Fahrens zu übernehmen. Das Unternehmen will in Partnerschaft mit Bosch hochautomatisierte und vollständig selbstfahrende Autos auf den Markt bringen. Gleichzeitig hat eine große Investition des chinesischen Milliardärs Li Shufu Spekulationen über eine mögliche Allianz ausgelöst.
Die Strategie von Daimler umfasst die Einführung von Fahrzeugen der Stufe 3 mit hoher Automatisierung. Zudem plant das Unternehmen die Entwicklung von Autos der Stufen 4 und 5, die vollkommen autonom fahren können. Waymo, ein eigenständiges Unternehmen, beabsichtigt, noch im frühen Frühjahr seine ersten Robotaxis vorzustellen – ein weiterer Wettbewerbsdruck für die Branche.
Li Shufu, Gründer des Automobilkonzerns Geely, zeigt großes Interesse an Daimler. Er hat bereits mit Vorstandschef Dieter Zetsche über eine Investition in Milliardenhöhe gesprochen. Sollte das Geschäft zustande kommen, könnte Geely zu einem bedeutenden Aktionär aufsteigen und möglicherweise eine Allianz bilden, um den Einstieg von Tech-Giganten in den Automobilmarkt zu kontern.
Nach den aktuellen Vorschriften müssen Investoren, die mehr als 3 oder 5 Prozent an Daimler erwerben, ihre Beteiligung öffentlich offenlegen. Derzeit hält der Staatsfonds Kuweits mit 6,8 Prozent den größten Anteil. Ein möglicher Einstieg von Li Shufu würde die Eigentümerstruktur des Unternehmens grundlegend verändern.
Daimlers Pläne für autonome Fahrzeuge bleiben mit Bosch auf Kurs. Eine mögliche Investition von Geely könnte die Marktposition des Konzerns stärken. Jeder größere Aktienerwerb müsste gemäß den geltenden Bestimmungen öffentlich gemeldet werden.






