Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Sie gefährden die Integration"
Miriam AlbrechtAlabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Sie gefährden die Integration"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrien scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung und bremsten die Integrationsbemühungen, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Bei dem Treffen betonten Teilnehmer ihre langjährige Arbeit beim Wiederaufbau Syriens sowie ihre Integrationsarbeit in Deutschland. Viele wiesen darauf hin, dass Syrer bereits eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau ihrer Heimat spielten. Alabali-Radovan pflichtete dem bei und verwies auf diese Beiträge als Beleg für Fortschritte.
Die Ministerin kündigte zudem Pläne an, die deutsche Diaspora enger in Entwicklungsprojekte einzubinden. Ihr zufolge könnte deren Fachwissen die Zusammenarbeit stärken und die Ergebnisse verbessern. Ihr Fokus liege auf praktischen Lösungen statt auf politischen Streitigkeiten über Rückführungen.
Alabali-Radovan machte deutlich, dass ständige Diskussionen über Zwangsabschiebungen das Vertrauen untergraben. Stattdessen forderte sie Politiken, die Stabilität und langfristige Integration fördern.
Die Aussagen der Ministerin deuten auf einen Kurswechsel hin, der syrischen Communities in Deutschland eine größere Rolle einräumt. Ihr Ansatz zielt darauf ab, Unsicherheiten abzubauen und den Wiederaufbau in den Vordergrund zu stellen. Künftige Politiken könnten diese kooperativere Ausrichtung widerspiegeln.






