„Zukunftsgemeinde“ löst starreren European Energy Award in deutschen Kommunen ab

„Zukunftsgemeinde“ löst starreren European Energy Award in deutschen Kommunen ab
"Zukunftsgemeinde" ersetzt European Energy Award in Teilen Deutschlands
Ein neues Instrument namens Zukunftsgemeinde löst in Teilen Deutschlands den European Energy Award (EEA) ab. Lokale Verwaltungen empfanden das EEA-Verfahren als zu starr und zeitaufwendig, was zu dessen Rückgang führte. Bis Januar 2026 wird der EEA in Deutschland nicht mehr angeboten – 22 Kommunen sind bereits auf das alternative System umgestiegen.
Der EEA hatte bereits seit Jahren an Unterstützung verloren. Viele Gemeinden kritisierten die starren Bewertungsbögen und den hohen bürokratischen Aufwand. Die Teilnahme ging zurück, und das Programm soll nun zum 31. Dezember 2025 eingestellt werden. Aus nationalen Quellen geht hervor, dass es ab 2026 durch Initiativen wie Klimastadt ersetzt wird.
Als Reaktion darauf entwickelten die Energieagentur Oberschwaben und ihr Pendant in Karlsruhe die Zukunftsgemeinde. Das neue System setzt auf praxisnahe Lösungen und nutzt ein Ampelsystem, um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu bewerten. Im Gegensatz zum EEA ist es flexibel, ermöglicht Zusatzmodule wie Zertifizierungen und wird derzeit für die Anwendung auf Kreisebene angepasst. Bisher haben sich 22 Gemeinden angemeldet, darunter vier im Landkreis Biberach – darunter Bad Schussenried. Weitere 15 zeigen Interesse, einige hatten zuvor mit den EEA-Anforderungen gekämpft. Die Entscheidung Bad Schussenrieds spiegelt einen größeren Trend zu einfacheren, zielorientierten Ansätzen in der Klimaschutz- und Energieplanung wider.
Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Oberschwaben, zeigte sich überrascht von der plötzlichen Einstellung des EEA. Zuvor hatten 52 Kommunen und alle vier Regionalverbände am Programm teilgenommen. Nun liegt der Fokus darauf, die Zukunftsgemeinde bedarfsgerecht auszubauen – ohne die alten Hürden.
Das Ende des EEA markiert das Aus einer Ära in der Energiebewertung Deutschlands. Mit 22 Kommunen, die bereits auf die Zukunftsgemeinde umgestiegen sind, und weiteren Interessenten könnte das neue System zum Standard werden. Sein anpassungsfähiges Design und die klare Bewertung sollen Klimaschutz- und Energieprojekte voranbringen – ohne unnötigen Papierkram.

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