WM 2026 in Mexiko: Milliarden für die Wirtschaft, aber Produktivität leidet
Lotta BrandtWM 2026 in Mexiko: Milliarden für die Wirtschaft, aber Produktivität leidet
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wird im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt eröffnet. Drei mexikanische Städte – Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey – werden Spiele ausrichten. Das Turnier wird voraussichtlich erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben, sowohl positive als auch negative.
Laut Prognosen von Moody’s Local Mexico wird die Veranstaltung der nationalen Wirtschaft fast 18 Milliarden Pesos einbringen. Die Privatwirtschaft erwartet insgesamt eine positive Bilanz.
Allerdings werden auch Produktivitätsverluste erwartet. An Spieltagen der mexikanischen Mannschaft dürften Fehlzeiten und Ablenkungen am Arbeitsplatz zunehmen. Die UKG schätzt, dass die globale Wirtschaft während des Turniers fast 300 Milliarden Pesos durch Produktivitätseinbußen verlieren könnte. Allein in Mexiko könnten die Verluste durch Fehlzeiten 6,4 Milliarden Pesos erreichen.
Unternehmen bereiten sich bereits auf die Herausforderung vor. Viele planen, Schichtzeiten zu staffeln und Arbeitspläne anzupassen, damit Mitarbeiter:innen die Spiele verfolgen können. Beatriz Robles, Operations-Direktorin von ManpowerGroup, wies darauf hin, dass 77 Prozent der Beschäftigten bei der letzten WM Spiele während der Arbeitszeit schauten. Octavio de la Torre, Präsident des Unternehmerverbands Concanaco Servytur, betont, dass Produktivität und die Freude am Event durchaus Hand in Hand gehen können.
Die WM wird der mexikanischen Wirtschaft Milliarden Pesos einbringen. Gleichzeitig müssen Unternehmen mit möglichen Produktivitätsrückgängen durch Fehlzeiten und Ablenkungen rechnen. Durch flexible Arbeitszeitmodelle versuchen sie, betriebliche Anforderungen mit der Begeisterung der Mitarbeiter:innen in Einklang zu bringen.
