29 April 2026, 14:39

Wladimir Labkowitsch nach Jahren in belarussischer Haft endlich frei und in Litauen wiedervereint

International Human Rights Foundation-Logo auf blauem Hintergrund mit weißer Schrift "International Human Rights" in der Mitte eines mehrfarbigen Globus, der von einem weißen Kreis mit blauer Umrandung umgeben ist.

Wladimir Labkowitsch nach Jahren in belarussischer Haft endlich frei und in Litauen wiedervereint

Menschenrechtsaktivist Wladimir Labkowitsch nach viereinhalb Jahren aus belarussischer Haft freigelassen

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Der Menschenrechtsaktivist Wladimir Labkowitsch ist nach viereinhalb Jahren in einem belarussischen Gefängnis überraschend freigekommen. Seine Entlassung erfolgte am 13. Dezember 2025 im Rahmen einer Begnadigung für 123 Häftlinge. Anschließend wurde er aus Belarus ausgewiesen und reiste nach Litauen, wo er in Vilnius mit seiner Familie wiedervereint wurde.

Labkowitsch, Jurist und eine führende Persönlichkeit des Menschenrechtszentrums Wjasna, war im Zusammenhang mit dem sogenannten "Frühlingsprozess" inhaftiert worden. Ursprünglich zu sieben Jahren verurteilt, verbüßte er den Großteil seiner Strafe unter harten Bedingungen. Monate lang hielt man ihn in Isolationshaft, zudem drohten ihm zusätzliche Anklagen, darunter "Verrat" im Zusammenhang mit seinem Engagement.

Seine Frau Nina, die er 2004 als Wahlbeobachter in der Ukraine kennengelernt hatte, lebte in ständiger Sorge um seine Sicherheit. Das Paar, seit 21 Jahren verheiratet, hat drei Kinder. Obwohl Labkowitsch aus einer Ingenieursfamilie stammt und ein Jurastudium absolviert hat, entschied er sich für einen Weg in die Politik und die Menschenrechtsarbeit.

Nach seiner Freilassung begann die Familie in Vilnius, ihr Leben neu aufzubauen. Einfache Alltagsroutinen – Spaziergänge durch die Stadt, Einkäufe oder gemeinsames Kochen – gewinnen nun eine neue Bedeutung, während sie sich an die lange Zeit der Trennung gewöhnen.

Labkowitschs Entlassung beendet eine lange Haftzeit, hinterlässt aber eine Spur von Bedrohungen und Isolation. In Litauen versuchen er und seine Familie nun langsam, den Alltag zurückzugewinnen. Sein Fall bleibt mit der breiten Repressionswelle gegen Aktivist:innen in Belarus verbunden.

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