Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen prägt
Ida SchmitzWie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen prägt
Großangelegte Studie untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Ein bedeutendes Forschungsprojekt erforscht, wie der Menstruationszyklus weibliche Leistungssportlerinnen beeinflusst. Die von einem Konsortium deutscher Universitäten geleitete Studie zielt darauf ab, Trainingsmethoden zu optimieren und die langfristige Gesundheit zu schützen. Mit einer Förderung von rund 1,6 Millionen Euro wird die auf vier Jahre angelegte Initiative unterstützt.
Das „Athletin-D“-Konsortium vereint Expertinnen und Experten der Universitäten Freiburg, Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede – insbesondere, wie hormonelle Schwankungen Leistung und Regeneration beeinflussen.
An der Universität Freiburg analysieren die Sportpsychologin Jana Strahler und ihr Team hormonelle Prozesse, Stresslevel und psychische Gesundheit. Zudem untersuchen sie, wie Lebensstilfaktoren mit den Anforderungen im Spitzensport zusammenwirken. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement.
Die Forscherinnen und Forscher arbeiten eng mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Spitzenverbänden zusammen. Diese Kooperation stellt sicher, dass die Erkenntnisse direkt in die Praxis von Training und Wettkampf einfließen.
Das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Projekt läuft bis 2028. Die Ergebnisse könnten das Training, die Leistung und die Gesundheitsvorsorge von Sportlerinnen grundlegend verändern. Die entwickelten digitalen Tools könnten zudem langfristig die Sportmedizin und Trainingsstrategien bereichern.






