07 June 2026, 23:00

US-Regierung sucht 350.000 vermisste Migrantenkinder – was hinter der Großfahndung steckt

Pennsylvania jagt mit Bundesbehörden nach vermissten Migrantenkindern

US-Regierung sucht 350.000 vermisste Migrantenkinder – was hinter der Großfahndung steckt

Die US-Regierung unter der früheren Trump-Administration hat Überprüfungen des Kindeswohls für über 350.000 als vermisst gemeldete unbegleitete ausländische Minderjährige (UAC) eingeleitet. Die Maßnahmen werden von Homeland Security Investigations (HSI) und dem Immigration and Customs Enforcement (ICE) koordiniert und folgen auf langjährige Bedenken hinsichtlich des Verbleibs und der Sicherheit dieser Kinder.

Die Suche nach den Jugendlichen erhält zusätzliche Unterstützung durch ein kürzlich vom US-Senat bewilligtes 70-Milliarden-Dollar-Paket, das auch Mittel für ICE und den Grenzschutz vorsieht. Die Initiative zielt darauf ab, den Verbleib Tausender Minderjähriger zu klären, die nach ihrer Ankunft in den USA in Obhut genommen und später an Paten oder Betreuer übergeben wurden. Das zuständige Betreuungsprogramm steht seit Jahren in der Kritik, da Vorwürfe laut wurden, Kinder an ungeprüfte Personen – teils sogar an Menschenhändler – weitergegeben zu haben.

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In Pennsylvania haben bereits achtzehn lokale Konstabler 287(g)-Vereinbarungen mit ICE unterzeichnet, die ihnen die Mitwirkung bei der Migrationsdurchsetzung ermöglichen. Constable Chris Lee aus dem Bundesstaat hat in seinem Zuständigkeitsbereich 300 UAC identifiziert, bei denen Kindeswohlprüfungen notwendig sind. Seit 2015 wurden in Pennsylvania fast 13.000 dieser Kinder aufgenommen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bundesbehörden und lokalen Strafverfolgern zeigt erste Erfolge. In Florida und Minnesota konnten ICE und HSI bereits Hunderte nicht erfasste Minderjährige ausfindig machen. Die Suche gewinnt weiter an Fahrt, nachdem unter der Regierung Biden fast 400.000 UAC nach ihrer Einschleusung über die Grenze in die USA gekommen sind. Die laufenden Ermittlungen und die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden sollen Klarheit über den Verbleib der vermissten Kinder schaffen. Gleichzeitig bleibt das Betreuungssystem für unbegleitete Minderjährige weiterhin Gegenstand politischer und öffentlicher Debatten über dessen Wirksamkeit und Sicherheit.

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