SPÖ-Chef Babler attackiert FPÖ-Kickl und distanziert sich von Trump-Vergleichen
Lotta BrandtSPÖ-Chef Babler attackiert FPÖ-Kickl und distanziert sich von Trump-Vergleichen
Österreichs Sozialdemokraten (SPÖ) verzeichnen seit ihrem Eintritt in die Koalitionsregierung im vergangenen Jahr sinkende Umfragewerte. Auf einem jüngsten Parteitag nutzte Parteichef Ralph Babler seine Rede, um den FPÖ-Vorsitzenden Herbert Kickl scharf zu kritisieren. Gleichzeitig wies er Vergleiche mit Donald Trump zurück und betonte, Österreich brauche keine solche Figur.
Die aktuelle Koalition wurde im März 2025 nach der Wahl im September 2024 gebildet. Damals hatte die rechtspopulistische FPÖ mit 28,8 Prozent der Stimmen die meisten Wählenden hinter sich, gefolgt von der konservativen ÖVP (26,3 Prozent), der SPÖ (21,1 Prozent) und den liberalen Neos (9,1 Prozent). Um Kickls FPÖ von der Macht fernzuhalten, ging die SPÖ eine Allianz mit der ÖVP ein, während die Neos als kleinerer Partner mitregieren.
Seither ist die SPÖ in Umfragen auf unter 20 Prozent gefallen. Auf dem Parteitag griff Babler Kickl hart an und warf ihm eine spaltende Politik vor. Zudem nahm er zu früheren eigenen Äußerungen Stellung, in denen er den US-Präsidenten Donald Trump als Vorbild für Kriegsführung und Chaos bezeichnet hatte. Diesmal distanzierte er sich jedoch deutlich und erklärte: „Österreich braucht keinen Trump.“
Der Umfrageschwund der SPÖ fällt in eine Phase, in der die Partei in der Koalition an Schwung verliert. Bablers Rede markiert einen Tonwechsel: Während er frühere Lobeshymnen auf Trump zurücknahm, blieb sein Fokus auf der Abgrenzung zu Kickls FPÖ. Die Zukunft der Koalition könnte davon abhängen, ob es der SPÖ gelingt, ihren Absturz in den Umfragen zu stoppen.






