11 June 2026, 12:07

SPD-Spitzenkandidat fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche in Berlin

Krach schlägt 'Zukunftssolidaritätssteuer' vor

SPD-Spitzenkandidat fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche in Berlin

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat einen neuen Steuerplan vorgelegt. Er schlägt eine Solidaritätsabgabe für Spitzenverdiener vor, um die wachsende Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei wegen geplanter Sparmaßnahmen in der Kritik steht.

Krachs Plan sieht eine „Zukunfts-Solidaritätssteuer“ von fünf Prozent auf Einkommen über 300.000 Euro für Einzelpersonen und über 500.000 Euro für verheiratete Paare vor. Die Abgabe soll bis 2030 gelten. Sämtliche Einnahmen daraus würden direkt in Bildung und Familienförderung fließen.

Er argumentiert, die SPD müsse handeln, um die Schwächsten in der Gesellschaft zu schützen. Sein Vorhaben zielt darauf ab, Kürzungen im Rahmen der Sparpolitik zu verhindern, die Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende besonders hart treffen würden. Krach hofft zudem, dass die Abgabe Spielraum für Steuersenkungen schafft und die öffentliche Unterstützung für soziale Reformen stärkt.

Aktuelle Wahlergebnisse und Umfragen zeigen eine sinkende Zustimmung zur SPD und ihrer Botschaft. Krach ist überzeugt, dass es der Partei nicht gelungen ist, den Wählern den Wert einer starken sozialen Demokratie zu vermitteln.

Die Abgabe soll Bildungs- und Familienprogramme finanzieren und gleichzeitig die finanzielle Belastung einkommensschwächerer Gruppen verringern. Zudem würde sie Raum für Steuersenkungen bieten und helfen, die öffentliche Akzeptanz für künftige Reformen zu sichern. Der Vorschlag wird innerhalb der Partei noch diskutiert.

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