04 May 2026, 18:15

RAPK aus Kreuzberg: Wie Protest und Musik aufeinandertreffen – und kollidieren

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Protestaktion gegen die Anti-Kriegsbewegung in Berlin, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein Gebäude mit Fenstern, Bogengängen, Pfeilern und Skulpturen zu sehen.

RAPK aus Kreuzberg: Wie Protest und Musik aufeinandertreffen – und kollidieren

RAPK – Rap-Trio aus Berlin-Kreuzberg – verbindet politischen Protest mit Musik aus dem Kiez

Die Gruppe, bestehend aus Victor, Tariq und Gustav, nutzt ihre Texte, um auf Themen wie Gentrifizierung, Rassismus durch Polizeikontrollen und Drogenabhängigkeit aufmerksam zu machen. Ihr Schaffen basiert auf der Überzeugung, dass Protest und Kultur Hand in Hand gehen sollten – nicht getrennt voneinander existieren können.

Die Verbindung des Trios zu Kreuzberg ist tief verwurzelt und prägt sowohl ihre Herkunft als auch ihre Musik. Ihre Lieder sollen politische Botschaften verständlich machen und gleichzeitig Menschen zusammenbringen. Jährlich veranstalten sie am 1. Mai ein Solidaritätskonzert, das zeitlich mit dem Ende des Myfest abgestimmt ist – einer lokalen Tradition im Rahmen der Maifeierlichkeiten.

Doch in diesem Jahr geriet das Konzert in Konflikt mit dem revolutionären 1.-Mai-Demonstrationszug. Die Veranstaltung führte zu Verzögerungen und zog Kritik der Organisatoren auf sich. RAPK reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Instagram-Posts, in denen sie die Menge aufforderten, Platz für den Demonstrationszug zu machen. Trotz dieser Bemühungen räumte die Gruppe später ihre Mitverantwortung für die Störungen ein und entschuldigte sich öffentlich.

Für die Zukunft hat sich RAPK zu einer besseren Planung verpflichtet. Künftige Konzerte sollen räumlich klar vom Demonstrationszug getrennt sein, um ähnliche Konflikte zu vermeiden. Ihr Ziel bleibt jedoch unverändert: Protest und Kultur miteinander zu verweben, ohne dass eines das andere überlagert.

Das diesjährige Konzert am 1. Mai zeigte die Herausforderungen auf, kulturelle Veranstaltungen und politische Kundgebungen in Einklang zu bringen. Die Gruppe hat seitdem versprochen, ihren Ansatz anzupassen, damit ihre Solidaritätskonzerte künftig nicht mit Demonstrationen kollidieren. Ihre Musik bleibt dabei ein Spiegel der Kreuzberger Kämpfe – und gleichzeitig ein Aufruf zum gesellschaftlichen Wandel.

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