Philadelphia plant Steuer auf Uber und Lyft – wer zahlt die Rechnung?
Die Stadt Philadelphia plant eine neue Steuer auf Fahrtenvermittlungsdienste wie Uber und Lyft einzuführen. Mit den geschätzten Einnahmen von 48 Millionen Euro soll vor allem der Schulbezirk entlastet werden, um die Versetzung von 340 Lehrkräften und Mitarbeitern zu verhindern. Doch der Vorschlag stößt auf Kritik – besonders bei Kleinunternehmern und Fahrgästen. Die geplante Abgabe beträgt 4 Prozent auf jede Fahrt mit Uber oder Lyft. Sollte der Stadtrat den Haushalt bis Ende Juni finalisieren und die Steuer beschließen, könnte sie bereits in den kommenden Monaten in Kraft treten. Die zusätzlichen Mittel sollen direkt dem Schulbezirk zugutekommen, der unter finanziellen Engpässen leidet. Schüler der Science Leadership Academy (SLA) hatten zuvor in emotionalen Statements auf die Folgen von möglichen Kürzungen hingewiesen.
Gleichzeitig fürchten Fahrdienstleister und Kleinunternehmer, dass die neue Steuer ihre Gewinne schmälert. Zudem könnte die Preissteigerung Kunden davon abhalten, die Dienste weiterhin zu nutzen. Uber und Lyft haben bereits angekündigt, die Steuer direkt an die Fahrgäste weiterzugeben, was die Kosten pro Fahrt erhöhen würde. Während die Verhandlungen noch laufen, steht die endgültige Entscheidung über die Einführung der Steuer noch aus. Die geplante Steuer könnte Philadelphia helfen, dringend benötigte Mittel für den Schulbezirk zu sichern. Gleichzeitig birgt sie Risiken für Fahrdienstleister und Kunden, die mit höheren Preisen rechnen müssen. Ob der Vorschlag tatsächlich umgesetzt wird, hängt nun von den anstehenden Abstimmungen im Stadtrat ab.






