Niedersachsen senkt CO₂-Emissionen auf Rekordtief – dank Windkraft und SALCOS-Projekt
Lotta BrandtNiedersachsen senkt CO₂-Emissionen auf Rekordtief – dank Windkraft und SALCOS-Projekt
Niedersachsen hat bedeutende Fortschritte bei der Reduzierung seiner energiebedingten CO₂-Emissionen erzielt. Im Jahr 2023 verzeichnete das Land mit 51,6 Millionen Tonnen den bisher niedrigsten Ausstoß – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und eine Verringerung um 32,9 Prozent seit 1990.
Der Ausbau erneuerbarer Energien wurde im Land beschleunigt: Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und die Erweiterung der Photovoltaik-Kapazitäten auf rund 10,5 Gigawatt trieben diese Entwicklung voran. Zudem könnte das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG, sobald es voll funktionsfähig ist, die CO₂-Emissionen jährlich um etwa 7,6 Millionen Tonnen senken.
Umweltminister Christian Meyer betonte die Notwendigkeit, die Dynamik im Klimaschutz beizubehalten. Er warnte vor Bundesvorschlägen wie der „Redispatch-Reserve“, die seiner Ansicht nach Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnte. Meyer äußerte zudem Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz.
Trotz dieser Anstrengungen berücksichtigte der Bericht des Landesrechnungshofs aus dem Jahr 2023 die jüngsten Emissionsrückgänge nicht. Stattdessen forderte er das Land auf, seine Klimaschutzmaßnahmen zu intensivieren. Niedersachsen hält weiterhin an seinem Ziel fest, bis 2025 eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen.
Die Emissionen des Landes sind auf historisch niedrige Werte gesunken, unterstützt durch das Wachstum erneuerbarer Energien. Dennoch betonen Verantwortliche, wie wichtig eine kontinuierliche politische Unterstützung ist, um laufende Investitionen abzusichern. Der neu gegründete Niedersächsische Klimarat wird eine zentrale Rolle bei der Steuerung künftiger Maßnahmen spielen.






