17 June 2026, 18:32

Nach dem 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler beten gemeinsam auf dem Platz

Spontane World Cup-Gebet unterscheidet sich von Fußball-Aktivismus

Nach dem 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler beten gemeinsam auf dem Platz

Die deutsche Nationalmannschaft feierte kürzlich einen deutlichen 7:1-Sieg gegen Curaçao. Nach dem Schlusspfiff versammelten sich Spieler beider Teams spontan auf dem Platz zu einem gemeinsamen christlichen Gebet – eine Szene, die durch ihre religiöse Prägung Aufmerksamkeit erregte.

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Am Gebetskreis nach dem Spiel beteiligten sich unter anderem die deutschen Akteure Felix Nmecha und Jonathan Tah sowie ihre Gegner aus Curaçao. Nmecha erklärte später, die Gruppe habe gemeinsam gebetet, weil sie denselben Glauben teile und Dankbarkeit ausdrücken wolle. Zudem betonte er, die Spieler seien überzeugt, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht werde.

Besonders auffällig war der unvorbereitete und persönliche Charakter dieser Geste. Anders als viele aktuelle Zeichen im Fußball war diese Aktion weder von einem Verband, einer Dachorganisation noch von einer PR-Kampagne initiiert worden. Sie entstand allein aus dem eigenen Antrieb der Spieler.

In den vergangenen Jahren hat der Fußball eine Zunahme politischer und kultureller Botschaften erlebt. Die Fans sind gespalten, wenn es um solche Äußerungen geht – von der Kniefall-Geste bis hin zu Kampagnen für Vielfalt, Inklusion und LGBT-Rechte. Vereine, Verbände und Aktivistengruppen fördern solche Initiativen gezielt.

Während das Spiel mit einem klaren deutschen Sieg endete, unterstrich das anschließende Gebet den gemeinsamen Glauben der Spieler und ihren Wunsch, dies offen zu zeigen. Der Moment steht im Kontrast zu den oft organisierten gesellschaftspolitischen Statements, die im Fußball sonst zu beobachten sind.

Quelle