Mexikos Schuljahr 2025–2026 endet früher – doch nicht überall
Mexikos Bildungsministerium (SEP) verkürzt Schuljahr 2025–2026 vorzeitig
Das mexikanische Bildungsministerium (SEP) hat das vorzeitige Ende des Schuljahres 2025–2026 bekannt gegeben und den letzte Schultag von Mitte Juni auf den 5. Juni vorverlegt. Die Entscheidung stößt jedoch in mehreren Bundesstaaten auf Widerstand, darunter Jalisco, Guanajuato und Nuevo León, die an ihren ursprünglichen Zeitplänen festhalten wollen.
Durch die neue SEP-Vorgabe wird das Schuljahr um fast zwei Wochen verkürzt. Aguascalientes stimmte umgehend zu, sich nach dem bundesweiten Kalender zu richten und den Unterricht am 5. Juni zu beenden. Auch Chihuahua passte seinen Stundenplan an die neue Frist an, versicherte jedoch, dass die Lernziele davon unberührt bleiben.
Dagegen lehnte Samuel García Sepúlveda, Gouverneur von Nuevo León, die Änderung ab. Er kündigte an, dass der Bundesstaat die schulischen Aktivitäten wie ursprünglich geplant bis zum 19. Juni fortsetzen werde. Jalisco folgte einer ähnlichen Linie und behielt das Schuljahresende am 30. Juni bei.
Am deutlichsten positionierte sich Guanajuato. Gouverneurin Libia Dennise García Muñoz Ledo argumentierte, dass wichtige schulische Programme und Prüfungen im Juni durch die Vorverlegung gestört würden. Öffentlich forderte sie die Bundesbehörden auf, die Entscheidung zu überdenken, und verwies auf mögliche Nachteile für die Bildung der Schülerinnen und Schüler.
Die vorzeitige Beendigung des Schuljahres durch das SEP spaltet die Bundesstaaten: Während einige wie Aguascalientes und Chihuahua der Anweisung folgen, weigern sich andere – darunter Jalisco, Guanajuato und Nuevo León – ihre Pläne zu ändern. Der Streit zeigt die unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Abwägung zwischen bundesweiten Vorgaben und lokalen Bildungsbedürfnissen.






