Megumi: Vom Star zur Produzentin – wie sie Japans Filmbranche revolutioniert
Ida SchmitzMegumi: Vom Star zur Produzentin – wie sie Japans Filmbranche revolutioniert
Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi hat einen mutigen Schritt in ihrer Karriere gewagt: Vom Schauspiel zur Entwicklung eigener Projekte. Nach Jahrzehnten vor der Kamera gestaltet sie nun Filme und Serien, die ihre persönliche Vision widerspiegeln – darunter ein Netflix-Erfolg und ein preisgekröntes Drama.
Ihr jüngstes Werk, „Fujiko“, wurde von der Kritik gefeiert und behandelt Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. Vier Jahre lang produzierte und spielte Megumi in dem Drama mit, das von einer alleinerziehenden Mutter handelt, die in den 1970er- und 80er-Jahren in Shizuoka nach Unabhängigkeit strebt. Die Geschichte ist von der eigenen Familiengeschichte Megumis inspiriert, insbesondere vom Leben ihrer Großmutter. Das Ensemble des Films umfasst Yuki Katayama, Lily Franky, You, Issey Ogata, Kayoko Kishimoto und Tsuyoshi Ujiki.
Den Anstoß für das Projekt gab ein Nachrichtenbericht aus dem Jahr 2021, der Japan beim Selbstwertgefühl von Frauen auf den letzten Platz setzte. Megumi wollte dieser Entwicklung etwas entgegensetzen, indem sie eine Frau zeigt, die sich ihre Freiheit zurückerobert. „Fujiko“ gewann daraufhin den Golden Mulberry Publikumspreis sowie eine geteilte Auszeichnung der Black-Dragon-Pressejury beim 28. Far East Film Festival in Udine.
Ihr Einstieg in die Produktion begann während der Pandemie. Nach Jahren, in denen sie auf externe Angebote angewiesen war, beschloss sie, eigenes Material zu entwickeln. Dieser Wandel führte zu ihrer Netflix-Serie „Badly in Love“, die Streaming-Rekorde brach und ihr einen Mehrjahresvertrag für neue Inhalte einbrachte.
Mit über zwei Jahrzehnten Schauspielerfahrung – darunter Rollen in „The Stormy Family“, „One Night“, „The Blood of Wolves“, „The Naked Director“ und „Ōoku: The Inner Chambers“ – balanciert sie heute zwischen Schauspiel und Produktion. Zu den kommenden Projekten gehören „Nameless“, „This Is I“ sowie eine noch unbetitelte japanisch-britische Koproduktion. Zudem arbeitet sie an zwei weiteren unbetitelten Filmen, von denen einer auf ihrer schmerzhaftesten Lebenserfahrung basiert.
Ihre Karriere entwickelt sich weiter und verbindet persönliches Storytelling mit breitem Branchen-Erfolg. Megumis Wechsel von der Schauspielerin zur Produzentin hat frische Geschichten auf die Leinwand gebracht: „Fujiko“ wurde auf Festivals ausgezeichnet, „Badly in Love“ stellte Netflix-Rekorde auf. Ihre anstehenden Rollen und Projekte deuten auf eine Karriere hin, die sich ständig neu erfindet.
Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung von Frauen – sowohl vor als auch hinter der Kamera.






