10 May 2026, 10:08

Mainz baut neue 220-Meter-Leitung unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik

Schwarz-weißes Foto einer Grube mit einem Rohr an der Seite.

Mainz baut neue 220-Meter-Leitung unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik

Mainz beginnt mit Bau einer neuen 220 Meter langen Versorgungs- und Abwasserleitung unter dem Rhein

Ab dem 11. Mai starten in Mainz die Arbeiten an einer neuen 220 Meter langen Versorgungs- und Abwasserleitung unter dem Rhein. Das Projekt soll einen beschädigten Abschnitt ersetzen, der bisher nur mit provisorischen Lösungen instand gehalten wurde. Die neue Leitung soll die langfristige Zuverlässigkeit des städtischen Kanalsystems sichern.

Die bestehende Leitung hatte Schäden erlitten, weshalb eine dauerhafte Lösung notwendig wurde. Statt weiterer Notreparaturen entschieden sich die Verantwortlichen für einen kompletten Neubau. Die neue Trasse wird von der Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee bis zum Kanalsystem am Mombacher Kreisel verlaufen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Erstmals setzt der Wirtschaftsbetrieb Mainz dabei auf das Horizontal-Spülbohrverfahren, eine Technik, bei der zunächst ein Pilotbohrloch unter dem Flussbett erstellt, anschließend aufgeweitet und die Leitung durch den erweiterten Kanal gezogen wird. Dieses Verfahren minimiert die Beeinträchtigungen für die umliegende Umwelt.

Die Leitung selbst wird einen Durchmesser von 71 Zentimetern haben und bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlaufen. Um sie vor künftigen Schäden zu schützen, wird sie in eine widerstandsfähige Schutzhülle eingebettet. Diese Konstruktion ermöglicht zudem Wartungsarbeiten, ohne den Betrieb unterbrechen zu müssen.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende August 2026 dauern. Das Projekt markiert einen technologischen Wandel für die Stadt, die mit moderner Bohrtechnik die Widerstandsfähigkeit ihrer Infrastruktur stärkt.

Nach Fertigstellung wird die Leitung eine sicherere Verbindung für Abwasser und Versorgungsstränge bieten. Die Schutzummantelung und die tiefe Verlegung verringern das Risiko zukünftiger Schäden. Anwohner und Unternehmen in den betroffenen Gebieten profitieren ab dem geplanten Abschluss Ende 2026 von einem stabileren System.

Quelle