Leroy Sané zwischen Kritik und Comeback: Warum die Nationalmannschaft ihn nicht loslässt
Paul MüllerLeroy Sané zwischen Kritik und Comeback: Warum die Nationalmannschaft ihn nicht loslässt
Leroy Sanés Position in der deutschen Nationalmannschaft sorgt seit seinem Wechsel zu Galatasaray für hitzige Diskussionen. Trotz seiner Leistungen auf dem Platz bleibt die Kritik an ihm hartnäckig – selbst ein Siegtreffer in einem Testspiel gegen die USA brachte seine Kritiker kaum zum Schweigen.
Sané spielte eine entscheidende Rolle bei der WM-Qualifikation Deutschlands, als er gegen die Slowakei zwei Tore erzielte und eine Vorlage gab. Doch diese Leistung wurde in der anhaltenden Debatte über seine Zukunft weitgehend übersehen. Seine erste Saison bei Galatasaray verlief enttäuschend: Nur sieben Tore in 43 Einsätzen lieferten seinen Kritikern zusätzliche Munition.
Einige behaupten, sein Wechsel in die Türkei habe das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere eingeläutet – finanziellen Interessen statt WM-Ambitionen werde hier Vorrang eingeräumt. Mannschaftskapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann haben Sané öffentlich in Schutz genommen und seine Laufbereitschaft sowie defensive Leistungen hervorgehoben. Selbst beim 7:1-Sieg gegen Curaçao wurde sein Auftritt noch seziert.
Mannschaftskollege İlkay Gündoğan äußerte sich ebenfalls und betonte, dass die unablässige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané lähmen könne. Die intensive Prüfung seiner Leistungen wirkt überzogen, da andere Spieler bei weitem nicht so streng unter die Lupe genommen werden. Auf einer jüngsten Pressekonferenz wurde sogar Jamie Leweling zu Sanés Beiträgen befragt.
Die Diskussion um Sanés Rolle im Team ebbt nicht ab. Seine Leistungen – ob gut oder schlecht – stehen weiterhin im Fokus strenger Beobachtung. Wie sich dies auf seine Zukunft in der Nationalmannschaft auswirkt, wird maßgeblich davon abhängen, wie er mit dem anhaltenden Druck umgeht.
