Rechtsextreme Parteien gewinnen in Europa massiv an Zustimmung
In Europa unterstützen aktuell fast 25 Prozent der Wähler Parteien, die als rechtsextrem eingestuft werden. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren weiter beschleunigt und zeigt einen deutlichen Wandel im Wählerverhalten auf dem gesamten Kontinent. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich die Unterstützung für nationalkonservative Parteien nahezu verfünffacht. Bei den jüngsten Wahlen haben fast 30 Prozent der Wähler antiestablishment-Positionen gewählt, was die wachsende Akzeptanz solcher Strömungen unterstreicht.
Das PopuList-Projekt hat maßgeblich zur Prägung der öffentlichen Wahrnehmung von rechtsextremen Parteien beigetragen. Es definiert den Begriff anhand ideologisch flexibler Kriterien und wendet das Label auch auf bürgerlich-konservative Parteien an. Die Klassifizierung und Berichterstattung über diese Gruppen bleibt jedoch umstritten.
Die Erkenntnisse des Projekts wurden unter anderem vom Guardian prominent aufgegriffen. dessen Berichterstattung hat insbesondere aus der jüdischen Gemeinschaft Kritik ausgelöst. Die Daten belegen einen klaren Wandel im Wählerverhalten in ganz Europa. Die Debatte darüber, wie rechtsextreme Parteien eingestuft und in den Medien dargestellt werden, bleibt weiterhin kontrovers und wird voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen.
