26 April 2026, 20:35

Jugendliche trinken immer weniger Alkohol – warum dieser Trend die Gesellschaft überrascht

Plakat mit animierten Figuren und Text, der die Anzahl der internationalen Studenten in den USA von 2014/15 um 10% auf 974,926 erhöht hat.

Jugendliche trinken immer weniger Alkohol – warum dieser Trend die Gesellschaft überrascht

Alkoholkonsum bei Jugendlichen geht seit einem Jahrzehnt stark zurück

Neue Zahlen zeigen, dass immer weniger junge Menschen Alkohol trinken – exzessives Rauschtrinken ist nahezu verschwunden. Expertinnen und Experten führen diesen Trend auf veränderte Sozialgewohnheiten und den Einfluss der digitalen Kultur zurück.

Im Jahr 2016 gaben noch 16,1 % der 12- bis 17-Jährigen an, im vergangenen Monat Alkohol konsumiert zu haben. Bis 2025 sank dieser Anteil auf 7,5 %. Noch deutlicher war der Rückgang beim Rauschtrinken: Bei jungen Männern fiel die Quote von 2,5 % auf 0,4 %, bei jungen Frauen von 2,7 % auf 0,4 %.

Eine genauere Auswertung der Daten zeigt, dass der Anteil der jungen Männer, die im letzten Monat Alkohol getrunken hatten, von 16,8 % auf 8,3 % sank. Bei jungen Frauen reduzierte sich der Wert von 15,4 % auf 6,6 %.

Der Bildungspsychologe Emiliano Villavicencio Trejo sieht die Hauptursache in veränderten sozialen Gewohnheiten. Jugendliche verbringen heute mehr Zeit in sozialen Medien als in persönlichen Treffen. Diese Plattformen vermitteln oft ein Bild von Mäßigung und gesundem Lebensstil, was den Rückgang des Alkoholkonsums verstärkt.

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Allerdings warnt Trejo auch vor den Schattenseiten des digitalen Einflusses. Zwar gehe der Alkoholkonsum zurück, doch könnten Online-Inhalte zwanghaftes Verhalten fördern. Botschaften über Körperbilder und Ernährung könnten etwa Essstörungen oder ungesunde Fixierungen begünstigen.

Die aktuellen Daten bestätigen einen klaren Abwärtstrend beim Alkoholkonsum von Jugendlichen. Sowohl gelegentlicher als auch übermäßiger Alkoholgenuss sind seit 2016 deutlich zurückgegangen. Forscherinnen und Forscher beobachten weiterhin, wie die digitale Kultur das Verhalten von Teenagern prägt – und wägen die Vorteile des sinkenden Alkoholkonsums gegen mögliche neue Risiken ab.

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