06 May 2026, 07:04

Hugo Boss kämpft mit Umsatzrückgang und drastischen Gewinnverlusten im ersten Quartal 2023

Bar graph illustrating global economic losses with accompanying explanatory text.

Hugo Boss kämpft mit Umsatzrückgang und drastischen Gewinnverlusten im ersten Quartal 2023

Hugo Boss meldet schwierigen Jahresstart 2023 mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen

Der Modekonzern Hugo Boss hat einen herausfordernden Beginn des Jahres 2023 verzeichnet: Umsätze und Gewinne gingen in mehreren zentralen Geschäftsbereichen zurück. Im ersten Quartal verringerte sich der Gesamtumsatz um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro. Besonders stark waren die Rückgänge in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, wo die Verkäufe um 8 Prozent einbrachen.

Die Probleme des Unternehmens erstreckten sich über verschiedene Segmente: Die Umsätze der klassischen Linie Boss sanken um 3 Prozent, während die lässigere Marke Hugo einen noch deutlichereren Rückgang von 21 Prozent hinnehmen musste. Auch in wichtigen Märkten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigte sich ein ähnlicher Abwärtstrend.

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Deutlich stärker betroffen war jedoch das operative Ergebnis, das um 42 Prozent auf 35 Millionen Euro einbrach. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten wirkte sich dagegen nur geringfügig aus und war für etwa 1 Prozent des Umsatzrückgangs verantwortlich.

Als Reaktion treibt Hugo Boss seine Strategie „Claim 5 Touchdown“ voran, mit der das Unternehmen frühestens 2027 wieder auf Wachstumskurs kommen will. Teil des Plans ist die Schließung von 15 der 50 weltweiten Filialen bis 2028 – die Hälfte davon wurde bereits bis Ende des ersten Quartals geschlossen. Gleichzeitig bereitet die Marke den Relaunch ihrer Damenmode vor, der im November 2023 unter der Leitung der Designerin Kerstin Dorst erfolgen soll.

Das erste Quartal 2023 hat für Hugo Boss einen schwierigen Grundton gesetzt: sinkende Umsätze, schrumpfende Gewinne und laufende Filialschließungen prägen die aktuelle Lage. Die Erholung des Unternehmens hängt nun von der langfristigen Strategie und dem Erfolg des anstehenden Damenmode-Comebacks ab – die vollen Auswirkungen dieser Maßnahmen werden sich jedoch erst in einigen Jahren zeigen.

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