Henkel kämpft gegen steigende Materialkosten – Preiserhöhungen drohen ab 2026
Paul MüllerHenkel kämpft gegen steigende Materialkosten – Preiserhöhungen drohen ab 2026
Der Konsumgüterkonzern Henkel steht vor steigenden Herausforderungen durch erhöhte Materialkosten. Um die finanziellen Belastungen abzufedern, verhandelt das Unternehmen mit Lieferanten neu und passt seine Marktpreise schrittweise an.
Die Maßnahmen betreffen bereits das Industriegeschäft, während im Verbraucherbereich noch selektiv vorgegangen wird. Henkel hat im Industriegeschäft, insbesondere bei Klebstoffen, bereits Preiserhöhungen durchgesetzt. Die zusätzlichen Ausgaben belaufen sich auf 400 bis 500 Millionen Euro, verursacht durch Materialkostensteigerungen im hohen einstelligen Prozentbereich.
Aktuell setzt das Unternehmen auf gezielte Anpassungen, vor allem bei neu eingeführten Produkten. Eine flächendeckende Erhöhung der Verbraucherpreise bleibt jedoch möglich, falls der Kostendruck anhält. Besonders preissensible Kunden sollen dabei nicht vergrault werden.
Da die Marktpreise weiterhin stark schwanken, kann Henkel keine verlässliche Prognose für die zukünftige Entwicklung abgeben. Sollten sich die Materialkosten nicht stabilisieren, könnten Verbraucher ab 2026 mit teureren Produkten rechnen. Henkel versucht, die gestiegenen Kosten durch gezielte Maßnahmen zu kontrollieren, ohne die Kundschaft zu überlasten. Ob weitere Preisanpassungen notwendig werden, hängt von der Entwicklung der Materialpreise in den kommenden Monaten ab.






