Gorki-Theater verabschiedet Shermin Langhoff – Ende einer postmigrantischen Ära
Miriam AlbrechtGorki-Theater verabschiedet Shermin Langhoff – Ende einer postmigrantischen Ära
Ein Abschiedsabend im Berliner Gorki-Theater markiert das Ende einer Ära. Mit der Verabschiedung von Shermin Langhoff als künstlerische Leiterin geht eine Epoche zu Ende – und der Spielort steht vor einem Richtungswechsel. Das Gorki, lange ein Zentrum des postmigrantischen Theaters, blickt nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Später betrat Jonas Dassler die Bühne, um den Fledermaus-Aussterbelied zu singen. Das Programm umfasste zudem ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen, gefolgt von einer Feier.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Sie selbst verzichtete auf eine lange Ansprache und bedankte sich stattdessen kurz. Nach der Veranstaltung zog die Gruppe in eine Bar nach Neukölln weiter, um den Abend ausklingen zu lassen.
Das Gorki-Theater, einst ein Vorreiter, gilt nun als abgeschlossenes Kapitel. Doch die Kneipe, in der die Nachfeier stattfand, bewahrt etwas Vertrautes – selbst in einer sich wandelnden Stadt. Der Abend unterstrich, dass das postmigrantische Theater seinen Platz im kulturellen Gefüge gesichert hat.
Die Abschiedsveranstaltung bestätigte das Erbe des Gorki als prägende Kraft des postmigrantischen Theaters. Der Wechsel in der künstlerischen Leitung spiegelt größere Verschiebungen in der Berliner Kulturszene wider. Der Abend endete mit einem Treffen in Neukölln – ein Zeichen für die anhaltende Verbundenheit der Gemeinschaft.






