17 June 2026, 16:39

Gericht erklärt Google für KI-generierte Falschinformationen verantwortlich

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Gericht erklärt Google für KI-generierte Falschinformationen verantwortlich

Ein deutsches Gericht hat in einem Zivilverfahren gegen Google entschieden, das sich um KI-generierte Suchzusammenfassungen drehte. Im Mittelpunkt des Urteils stehen Vorwürfe der üblen Nachrede, die zwei Münchner Unternehmen gegen den Tech-Konzern erhoben hatten. Die Entscheidung könnte einen bedeutenden rechtlichen Präzedenzfall für die Haftung von KI-Systemen schaffen.

Zwei Firmen aus München hatten Google verklagt, weil dessen KI-Modell falsche Informationen in automatisierten Zusammenfassungen produziert hatte. Die Unternehmen argumentierten, die unzutreffenden Angaben stellten eine Verleumdung dar. Google hingegen bestritt eine Verantwortung für die von der KI generierten Inhalte und berief sich darauf, nicht für deren Richtigkeit haften zu müssen.

Die Richter sahen dies anders und erklärten Google für die von seinem System erstellten Texte verantwortlich – selbst wenn diese fehlerhaft oder sachlich falsch seien. Das Gericht betonte, dass das Unternehmen weiterhin zur Rechenschaft gezogen werden könne. Das Urteil könnte wegweisend werden, doch Google behält das Recht, in Berufung zu gehen.

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Scheitert der Einspruch, könnte Google die Bereitstellung von KI-Zusammenfassungen für Suchanfragen aus Deutschland einstellen. Die Entwicklung wird voraussichtlich mit großer Aufmerksamkeit verfolgt – insbesondere von anderen Unternehmen im Land, die eigene KI-Systeme betreiben.

Mit dem Urteil wird die Verantwortung für KI-generierte Inhalte klar bei Google verortet. Ein gescheiterter Rechtsbehelf könnte dazu führen, dass die KI-Suchzusammenfassungen in Deutschland abgeschafft werden. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Risiken für Unternehmen, die ähnliche Technologien in der Region einsetzen.

Quelle