Georgiens Gouverneur kürzt Millionen für Schutz vor häuslicher Gewalt und Missbrauch
Paul MüllerGeorgiens Gouverneur kürzt Millionen für Schutz vor häuslicher Gewalt und Missbrauch
Georgiens Gouverneur hat die Mittel für Programme gegen häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe um über 13 Millionen Pfund gekürzt. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Bundesstaat mit einem Haushaltsdefizit kämpft, das auf jüngste Steuersenkungen zurückzuführen ist. Unterstützer warnen, dass dieser Schritt eine ohnehin schon prekäre Lage weiter verschärfen könnte.
Gouverneur Brian Kemp strich mit seinem Veto 9,4 Millionen Pfund für Frauenhäuser und 3,3 Millionen Pfund für Beratungsstellen bei sexualisierter Gewalt. Sein Büro begründete die Kürzungen als Teil umfassender Ausgabenreduzierungen, die durch ein Steuersenkungspaket notwendig geworden seien.
Durch den Wegfall der Gelder sind nun 50 bis 60 Frauenhäuser und Hilfsorganisationen in Georgia in ihrer Existenz bedroht. Die Programme könnten gezwungen sein, Personal abzubauen, Präventionsarbeit einzuschränken und die Unterstützung für Opfer zu reduzieren. Allein im vergangenen Jahr hatten diese Einrichtungen über 70.000 Notrufgespräche bearbeitet.
Unterstützer und Betroffene fordern nun das Parlament von Georgia auf, das Veto zu überstimmen. Sie argumentieren, dass ohne die Wiederherstellung der Mittel die Zahl tödlicher Vorfälle häuslicher Gewalt – wie die 163 registrierten Fälle im Jahr 2025 – weiter steigen könnte. Die gestrichenen Gelder hätten Frauenhäuser, Präventionsmaßnahmen und Opferberatung finanziert. Ohne sie könnten die Hilfsangebote den Bedarf nicht mehr decken. Abgeordnete und Aktivisten arbeiten derzeit daran, die Entscheidung rückgängig zu machen und die dringend benötigten Mittel zu sichern.






