Fraunhofer Stuttgart startet revolutionären Mobilitäts-Hub für klimafreundliches Pendeln
Ida SchmitzFraunhofer Stuttgart startet revolutionären Mobilitäts-Hub für klimafreundliches Pendeln
Das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart (IZS) hat IZSMO gestartet – ein neues Mobilitätskonzept, das den Autoverkehr unter den rund 2.000 Mitarbeitenden reduzieren soll. Im Rahmen des Projekts werden fast 700 Parkplätze in einen gemeinsamen Mobilitäts-Hub umgewandelt, der Fahrräder, E-Scooter und Mitfahrgelegenheiten anbietet. Forscher werden den Erfolg anhand von CO₂-Einsparungen und Mitarbeiterfeedback messen.
Herzstück von IZSMO ist der BumbleB, ein autonomer Elektro-Shuttle, der von der Bertrandt Gruppe entwickelt wurde. Er verkehrt kostenlos und verbindet den Fraunhofer-Campus mit dem S-Bahnhof Universität, wodurch sich der bisherige 15-minütige Fußweg für viele Beschäftigte erübrigt.
Der Mobilitäts-Hub stellt geteilte Fahrräder, E-Lastenzweiräder und E-Scooter bereit – ergänzt durch sichere Fahrradabstellplätze, Ladestationen und Reparaturstationen. Intelligente Schließfächer für Helme und Taschen runden das Angebot ab. Carsharing wird durch reservierte Parkplätze und die Plattform «Stuttgart fährt mit» gefördert.
Die Hochschule Esslingen leitet das Projekt und stützt sich dabei auf Erkenntnisse aus ihrer AMEISE-Forschung. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität finanziert die Initiative, während Wissenschaftler des Fraunhofer IAO die Auswirkungen vor und nach der Umsetzung bewerten.
Ziel ist es, das Pendelverhalten weg vom privaten Pkw hin zu umweltfreundlicheren Alternativen zu lenken. Bei Erfolg könnte das Modell auf andere Standorte übertragen werden. Ausschlaggebend für die finale Bewertung sind die CO₂-Bilanz und die Akzeptanz der neuen Angebote durch die Belegschaft.






