FDP-Politikerin nennt SPD-Mann Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
Miriam AlbrechtFDP-Politikerin nennt SPD-Mann Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
Ein heftiger politischer Streit ist entbrannt, nachdem die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Politiker Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Die Äußerungen lösten scharfe Reaktionen bei prominenten Persönlichkeiten aus, darunter CDU-Chef Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Auslöser des Konflikts war Mützenichs Forderung nach Abrüstungsgesprächen mit Russland.
Der Streit eskalierte, als Mützenich den Abzug US-amerikanischer Truppen aus Europa begrüßte. Er plädierte für Verhandlungen, um Russlands atomwaffenfähige Raketen aus Belarus und Kaliningrad abziehen zu lassen. Strack-Zimmermann wies den Vorschlag umgehend zurück und nannte ihn „bequem für russische Kriegverbrecher“. Zudem warf sie Mützenich vor, seit Langem die deutsche Sicherheits- und Außenpolitik zu untergraben.
Laschet forderte Strack-Zimmermann daraufhin auf, ihre Aussagen zurückzunehmen. Er verurteilte ihre Wortwahl als „in ihrer Niedertracht beispiellos“. Die FDP-Politikerin blieb jedoch standhaft und warf Laschet vor, ihren ursprünglichen Beitrag falsch interpretiert zu haben.
Später schloss sich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach der Kritik an und rügte Strack-Zimmermanns Angriff auf Mützenich. Trotz der massiven Gegenreaktion beharrte sie auf ihrer Position und beteuerte, ihre Äußerungen seien gerechtfertigt.
Die Auseinandersetzung hat die Spannungen zwischen FDP und SPD in der Russlandpolitik weiter vertieft. Da Strack-Zimmermann ihre Aussagen nicht zurücknimmt, bleibt der Konflikt ungelöst. Die Debatte zeigt die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Deutschland mit Moskau umgehen sollte.






