23 May 2026, 18:29

Familien aus Kuba, Honduras und Ecuador suchen in Mexiko ihre vermissten Angehörigen

Familie von vermissten Migranten fordert Antworten in Chiapas; Staatsanwalt bestätigt aktive Suche nach nur sieben Personen

Familien aus Kuba, Honduras und Ecuador suchen in Mexiko ihre vermissten Angehörigen

Sieben Angehörige aus Kuba, Honduras und Ecuador sind nach Mexiko gereist, um ihre vermissten Familienmitglieder zu suchen. Die Gruppe, die zur internationalen Suchbrigade Verbundene Wege gehört, traf sich am 21. Dezember 2024 mit Behördenvertretern in Chiapas, um Antworten über das Verschwinden ihrer Angehörigen zu fordern.

Die Familien besuchten San José El Hueyate, den letzten bekannten Aufenthaltsort ihrer Vermissten, bevor diese spurlos verschwanden.

Bei den sieben Angehörigen handelt es sich um fünf kubanische Mütter, einen Mann aus Honduras und einen Mann aus Ecuador, die insgesamt acht vermisste Migrantinnen und Migranten suchen. Die kubanischen Frauen wurden als Julia Margarita Bravo Díaz, Lázara Isabel Fernández Sosa, Isis Caridad Pérez Ramos, Elizabeth Guevara Guevara und Alicia Santos Torres identifiziert. Der Angehörige aus Honduras ist Óscar Enrique Hernández Barahona, der Mann aus Ecuador José Antonio Quindil Unaucho.

Die Familien führten Gespräche mit der Staatsanwaltschaft für Migrationsfragen, um den Stand der Ermittlungen gegen die verantwortlichen Schleuser zu erfragen. Die Behörden bestätigten, dass sieben Personen offiziell als vermisst gemeldet bleiben, obwohl die ursprüngliche Gruppe aus etwa zwanzig Menschen bestand.

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Die Angehörigen besichtigten zudem ein grün gestrichenes Schutzhaus in El Hueyate, in dem die Schleuser die Migrantinnen und Migranten angeblich festhielten. Augenzeugen berichteten, dass zum Zeitpunkt des Verschwindens mehrere Fahrzeuge vor dem Gebäude geparkt gewesen seien.

Die Staatsanwaltschaft räumte ein, dass die Suche nach den sieben Vermissten, die zuletzt am 21. Dezember 2024 gesehen wurden, weiterhin andauert. Die Mütter bestanden auf Auskunft über den Verbleib ihrer Kinder und die Identität der Schleuser.

Die internationale Suchbrigade Verbundene Wege setzt sich weiterhin für konkrete Maßnahmen ein und fordert die Behörden auf, die Ermittlungen im Fall zu beschleunigen.

Die Familien verließen die Gespräche ohne unmittelbare Lösungen, geben die Hoffnung, ihre vermissten Angehörigen zu finden, jedoch nicht auf. Die Behörden haben bisher keine konkreten Informationen zu den Schleusern oder zum Aufenthaltsort der sieben noch Vermissten vorgelegt.

Die Suchaktionen gehen weiter, wobei die Brigade von den mexikanischen Behörden mehr Transparenz und ein entschlosseneres Vorgehen einfordert.

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