COP30 in Brasilien: Wie Deutschland die Klimaneutralität mit Milliarden vorantreibt

Admin User
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Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken, Wasser und verschiedenen Verkehrsmitteln unter einem bewölkten Himmel.

COP30 in Brasilien: Wie Deutschland die Klimaneutralität mit Milliarden vorantreibt

Klimaneutralität finanzieren: Internationaler Austausch auf unserer Website

Unser Webdialog: Wie können Länder die notwendigen Investitionen für die Klimaneutralität mobilisieren?

15. Dezember 2025

Auf der Weltklimakonferenz COP30 in Belém, Brasilien, trafen sich vom 10. bis 21. November 2025 Staats- und Regierungschefs, um die Klimafinanzierung für die globale Treibhausgasneutralität voranzutreiben. Fast 195 Länder, die dem Pariser Abkommen beigetreten sind – darunter Deutschland, die EU, Brasilien und Indonesien –, nahmen teil. Im Mittelpunkt standen die Mobilisierung von Mitteln sowie die Erfüllung nationaler Finanzzusagen. Deutschland hat seine Klimafinanzierungsziele für 2024 bereits erreicht und kündigte weitere Unterstützung für Anpassungsmaßnahmen und den Schutz der Regenwälder an.

Deutschland übernahm dabei eine führende Rolle: Mit 11,8 Milliarden Euro – davon 6,1 Milliarden aus öffentlichen Mitteln und über 1 Milliarde aus privaten Quellen – erfüllte das Land seine Verpflichtungen für 2024. Zudem ist es Vorreiter bei Anpassungsprojekten und sagte im Rahmen der Tropical Forests Forever Facility (TFFF) eine Milliarde Euro über zehn Jahre für den Schutz der Regenwälder zu. Die EU blieb insgesamt der größte Geber, während die Schweiz am 12. Dezember 2025 neue Maßnahmen beschloss, um öffentliche und private Finanzströme zu stärken.

Im Rahmen der Konferenz veranstaltete OurPlatform einen zweistündigen Dialog, bei dem Expert:innen Deutschlands Finanzfahrplan zur Klimaneutralität diskutierten. Themen waren unter anderem die Transformation der Industrie, großangelegte Gebäudesanierungen sowie innovative Finanzinstrumente wie CO₂-Märkte und Klimaversicherungen. Zudem wurden die EU-Taxonomie, ESG-Standards und Maßnahmen zur Vermeidung von Greenwashing erörtert.

Vertreter:innen aus Umwelt- und Finanzministerien, Zentralbanken, NGOs und Medienhäusern aus 15 Ländern nahmen teil. Sie loteten aus, wie Städte und Unternehmen durch die Nutzung vielfältiger Finanzquellen klimaneutrale Entwicklung vorantreiben können. Zwar gab es Fortschritte bei neuen Zielen – etwa der Verdreifachung der Anpassungshilfen bis 2035 und einem 300-Milliarden-Dollar-Ziel ab 2035 –, doch blieben Herausforderungen bestehen, darunter geringe Zusagen für multilaterale Fonds und die fehlende Einigung auf ein Basisjahr für die Anpassungsfinanzierung.

Die Konferenz unterstrich Deutschlands Vorreiterrolle in der Klimafinanzierung mit konkreten Zusagen und laufenden Projekten. Die Debatten auf der COP30 legten den Grundstein für künftige Finanzierungsmechanismen, doch müssen offene Fragen wie das Basisjahr für Anpassungsziele weiter verhandelt werden. Nun gilt es, die Beschlüsse umzusetzen – bis zum nächsten Klimagipfel.