Braunschweig plant autofreies Kreativquartier im Großen Hof für 60 Millionen Euro
Lotta BrandtBraunschweig plant autofreies Kreativquartier im Großen Hof für 60 Millionen Euro
Im Braunschweiger Stadtteil Großer Hof herrscht derzeit ein tristes Bild: Geschlossene Schulen und ausgedehnte Parkplatzflächen prägen das Viertel. Doch dies könnte sich bald ändern, denn die Stadt plant eine umfassende Umgestaltung des Gebiets – mit einem ehrgeizigen Ziel vor Augen.
Die Vision sieht ein lebendiges, autofreies Kreativquartier vor, das Wohnraum, Kultur und moderne Stadtplanung verbindet. Ein preisgekröntes Konzept eines Hamburger Architekturbüros bildet dabei die Grundlage für das Vorhaben. Die Stadtverwaltung hat bereits konkrete Schritte eingeleitet, um den Großen Hof als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Geplant sind Wohngebäude, eine Quartiersgarage sowie neue Flächen für die Städtische Galerie. Das Projekt soll dabei bewusst autoreduziert gestaltet werden, um mehr Lebensqualität und öffentliche Räume zu schaffen.
Für die Umsetzung steht ein Budget von insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt hat bereits 7,9 Millionen Euro bereitgestellt und beantragt zusätzlich Fördermittel, um die Finanzierung zu sichern. Das Konzept stammt von einem Hamburger Architekturbüro, das für seine innovative Planung bereits ausgezeichnet wurde.
Sollte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden, könnte es als Vorbild für weitere Stadterneuerungsmaßnahmen in Braunschweig dienen. Die Verantwortlichen betonen, dass der Fokus auf einer nachhaltigen und sozial durchmischten Entwicklung liegt. Mit der geplanten Umgestaltung des Großen Hofs will Braunschweig ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung aufschlagen. Das Vorhaben zielt darauf ab, aus einer vernachlässigten Brache ein lebendiges Viertel mit kultureller und urbaner Strahlkraft zu schaffen.
Ob das ehrgeizige Ziel eines autofreien Kreativquartiers gelingt, hängt nun von der weiteren Planung und der Verfügbarkeit der benötigten Mittel ab.






