Brasilien blockiert 28 Plattformen für illegale Wetten und Prognosemärkte
Miriam AlbrechtBrasilien blockiert 28 Plattformen für illegale Wetten und Prognosemärkte
Brasilien hat bestätigt, dass Prognosemärkte im Land illegal sind. Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um Plattformen zu blockieren, die Ereignisverträge anbieten – selbst dann, wenn diese als Finanzderivate getarnt sind. Mit diesem Schritt soll die Bevölkerung vor potenziellen finanziellen Risiken durch unregulierte Wetten geschützt werden.
Prognosemärkte tauchten in Brasilien erstmals in Form von Wetten auf, die als Derivate vermarktet wurden. Die Aufsichtsbehörden griffen schnell ein und argumentierten, dass solche Verträge nicht unter das Gesetz 14.790 fallen, das lediglich Festquoten-Wetten und Online-Spiele erlaubt. Seit Januar 2025, als Brasilien seinen regulierten Glücksspielmarkt einführte, haben die Behörden bereits 39.000 nicht lizenzierte Wettseiten gesperrt.
Bei der jüngsten Razzia wurden 28 Plattformen erfasst, die Ereignisverträge anboten. Die brasilianische Telekommunikationsbehörde Anatel leitete die Aktion und unterband den Zugang zu diesen Seiten. Beamte betonten, dass Prognosemärkte nicht unter die Regeln für Derivate fallen, da sie Risiken bergen, die von den bestehenden Glücksspielgesetzen nicht abgedeckt sind.
Lizenzierte Wettanbieter müssen weiterhin strenge Vorschriften im öffentlichen Interesse einhalten. Jede Form von Wetten, die über Sportwetten und Online-Spiele hinausgeht, bleibt jedoch verboten. Die aktuelle Entscheidung gibt den Aufsichtsbehörden nun eine klarere rechtliche Grundlage, um gegen illegale Anbieter von Ereignisverträgen vorzugehen.
Das Verbot von Prognosemärkten unterstreicht Brasiliens Haltung, finanzielle Risiken durch unregulierte Wetten einzudämmen. Mit bereits 39.000 gesperrten Seiten setzen die Behörden die Einhaltung der geltenden Glücksspielregulierung konsequent durch. Rechtlich zulässig bleiben weiterhin nur Festquoten-Wetten und Online-Spiele.
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