24 June 2026, 04:07

Brandenburgs Koalition zieht nach 100 Tagen eine gemischte Bilanz

Brandenburgs Koalition 100 Tage im Amt - Ambitioniertes Arbeitspensum

Brandenburgs Koalition zieht nach 100 Tagen eine gemischte Bilanz

Brandenburgs rot-schwarze Koalition zieht nach 100 Tagen Bilanz

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Die SPD- und CDU-geführte Landesregierung in Brandenburg hat ihre ersten 100 Tage im Amt hinter sich. Die Partner bezeichnen ihre Zusammenarbeit als produktiv und weitgehend konfliktfrei – mit einem gemeinsamen Fokus auf zentrale politische und haushaltspolitische Herausforderungen.

Bereits umgesetzt wurden Gesetze zur Beschleunigung von Berufungsverfahren für Hochschulprofessoren sowie zur Abbau bürokratischer Hürden. Geplant sind zudem eine Landarztquote und die Einführung unbemannter „Mini-Supermärkte“ noch in diesem Herbst. Weitere Vorhaben sehen die Ausweitung von Polizeibefugnissen, eine Reform der Kita-Finanzierung sowie die verpflichtende Einhaltung von Tarifverträgen bei öffentlichen Aufträgen vor.

Finanzielle Belastungen bleiben jedoch ein zentrales Problem. Ein Urteil des Verfassungsgerichts zu Besoldungsansprüchen von Beamten belastet den Haushalt mit unerwarteten Mehrausgaben von 300 bis 600 Millionen Euro. Um die Etats für 2027 und 2028 auszugleichen, sind spürbare Kürzungen in mehreren Ressorts vorgesehen. Bildung und Gesundheitswesen sollen allerdings nur begrenzt betroffen sein, da hier der Finanzbedarf steigt.

Mit dem ersten gemeinsamen Doppelhaushalt will die Koalition ein Defizit in Milliardenhöhe abbauen. Trotz der Fortschritte bleibt Skepsis: BSW-Fraktionschef Niels-Olaf Lüders warnt, dass das Bündnis am Ende keine positiven Ergebnisse liefern könnte.

Die Koalition treibt ehrgeizige Reformen voran, steht aber vor schwierigen finanziellen Weichenstellungen. Die Balance zwischen Haushaltskonsolidierung und der Finanzierung wichtiger Leistungen wird die nächsten Schritte prägen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Bündnis seine Versprechen einlösen kann.

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