Boris Palmer bricht sein Schweigen: Warum er die Grünen verließ – und was er heute denkt

Boris Palmer bricht sein Schweigen: Warum er die Grünen verließ – und was er heute denkt
Boris Palmer, der ehemalige Grüne-Politiker, hat sich offen über seinen Austritt aus der Partei im Jahr 2023 geäußert. Er bezeichnete die Entscheidung als die schwerste seines Lebens, fühle sich nun aber erleichtert – nach Jahren ständiger Kritik. Sein Rückzug folgte auf ein Parteiausschlussverfahren wegen des Vorwurfs rassistischer Äußerungen, darunter sein wiederholter Gebrauch des sogenannten "N-Worts".
Palmers Austritt erfolgte, nachdem die Grünen seine Mitgliedschaft wegen angeblich rassistischer Bemerkungen ruhen ließen. Er hatte Gegenwind erntet, weil er die Verwendung des "N-Worts" verteidigt und argumentiert hatte, der Begriff dürfe nicht aus dem Sprachgebrauch verbannt werden. In Interviews verglich er das Wort mit Begriffen wie "Hitler" oder "Holocaust" – sie alle trügen historische Bedeutung, müssten aber nicht tabuisiert werden.
Seit seinem Ausstieg sagt er, er sei den unablässigen Angriffen auf seine Positionen nicht mehr ausgesetzt. Es sei befreiend, dieselben Ansichten nun ohne die gleiche öffentliche Kontrolle äußern zu können. Trotz seines Rückzugs schließt er eine Rückkehr nicht aus, falls die Partei ihn wieder aufnehmen würde. Der Ex-Politiker äußerte zudem Enttäuschung über die jüngsten Schwierigkeiten der Grünen. Deutschland brauche zwar eine starke ökologische Partei, doch kritisiert er die sinkenden Umfragewerte und die kurze Zeit der Grünen in der Bundesregierung.
Unterdessen haben die Grünen mit Franziska Brantner und Felix Banaszak auf ihrem Parteitag 2023 in Hannover ein neues Führungsduo gewählt. Palmer bleibt indes bei seiner Haltung zur Sprachdebatte: Eine moralische Bewertung einzelner Wörter treibe die Menschen in die Arme extremistischer Parteien und schüre Wut. Seine Äußerungen sorgen weiterhin für Diskussionen – selbst nach seinem Parteiaustritt.
Palmers Abgang beendete einen langwierigen Streit über seine umstrittenen Aussagen. Nun spricht er frei, ohne sich an Parteidisziplin binden zu müssen. Doch seine Ansichten zu Sprache und Politik ziehen weiterhin Aufmerksamkeit auf sich – und lassen seine politische Zukunft offen.

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