Bonner Polizei schlägt zurück: Hunderte Verkehrsverstöße und neue Präventionsmaßnahmen
Lotta BrandtBonner Polizei schlägt zurück: Hunderte Verkehrsverstöße und neue Präventionsmaßnahmen
Bonner Polizei verstärkt Verkehrskontrollen und Präventionsmaßnahmen nach Hunderten Verstößen und Unfällen
Nach Hunderten von Verkehrsverstößen und Unfällen hat die Bonner Polizei ihre Kontrollen und Präventionsbemühungen intensiviert. Bei Geschwindigkeitsmessungen wurden über 2.700 Fahrzeuge überprüft, wobei 125 Autofahrer – insbesondere in Schulnähe – mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt wurden. Im Rahmen einer einwöchigen Aktion kontrollierten die Beamten gezielt auch Radfahrer, Motorradfahrer und Nutzer von E-Scootern.
An der jüngsten Großkontrolle waren mehr als 20 Polizeikräfte beteiligt, die im gesamten Stadtgebiet unterwegs waren. Sie ahndeten über 200 Verstöße von Radfahrern sowie 141 weitere Verkehrsdelikte. Neben Rasen war vor allem Ablenkung im Straßenverkehr ein zentrales Problem – insbesondere die Nutzung von Smartphones und das Tragen von Kopfhörern während der Fahrt.
Neben den Kontrollen führte die Polizei an sieben Grundschulen Präventionsveranstaltungen durch. Dazu gehörten Fahrradsicherheitstrainings, in denen Kindern sichere Fahrtechniken vermittelt wurden. Besonders thematisiert wurden dabei Gefahren beim Abbiegen, wo Radfahrer von Autofahrern oft übersehen werden.
Die Unfallstatistik für 2025 verzeichnet 851 Radfahrer und E-Bike-Nutzer, die in Bonn in Verkehrsunfälle verwickelt waren. Zudem gab es 229 verunglückte Motorradfahrer und 129 E-Scooter-Fahrer. Die Polizei betonte, dass überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer und das Unterlassen von Schutzausrüstung die Risiken für schwächere Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen. Um die Sicherheit zu verbessern, wurden eine funktionierende Beleuchtung und das Tragen von Warnkleidung empfohlen.
Durch die Kombination aus Kontrollen und Aufklärung soll die Zahl der Unfälle gesenkt und die Verkehrssicherheit insgesamt erhöht werden. Die Beamten werden besonders risikoreiche Bereiche – vor allem in Schulnähe – weiter im Blick behalten. In den kommenden Monaten sind zusätzliche Präventionskampagnen geplant, die sich sowohl an Autofahrer als auch an Radfahrer richten.






