Berlin testet umstrittene KI-Überwachung – was bringt sie wirklich?

Berlin testet umstrittene KI-Überwachung – was bringt sie wirklich?
Berlin plant den Test eines KI-gestützten Verhaltenserfassungssystems in öffentlichen Räumen. Die Technologie, die bereits in Mannheim und Hamburg im Einsatz ist, hat eine Debatte über Überwachung und Effizienz ausgelöst. Die Behörden argumentieren, dass sie die Polizeiarbeit unterstützen werde, doch Kritiker warnen vor möglichen Vorurteilen und einer Überlastung der Ressourcen.
Das KI-System wurde erstmals 2015 in Mannheim eingeführt, Hamburg folgte im September 2022. Entwickelt vom Fraunhofer-Institut für Optronik, analysiert die Software Videomaterial, um 14 verschiedene menschliche Aktivitäten zu erkennen. Trotz des Einsatzes hat sich das System bisher kaum als praxistauglich erwiesen – es erfordert oft ständige menschliche Überwachung und löst bei zu sensibler Einstellung häufig Fehlalarme aus.
Die KI bleibt noch in der Entwicklung, und ihr Nutzen im realen Einsatz ist weiterhin unbewiesen. Berlins Testlauf soll ihre Wirksamkeit prüfen, doch Fragen zu Datenschutz, Gerechtigkeit und der tatsächlichen Entlastung der Polizei bleiben bestehen. Das Ergebnis könnte die Entscheidung über eine flächendeckende Einführung in Deutschland beeinflussen.

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