Bayreuther Festspiele kehren Gedenkkonzert zurück – Wagner-Urenkelin entschuldigt sich bei Friedman
Paul MüllerBayreuther Festspiele kehren Gedenkkonzert zurück – Wagner-Urenkelin entschuldigt sich bei Friedman
Das Bayreuther Festspielhaus hat seine Entscheidung, ein Gedenkkonzert aufgrund von Sicherheitsbedenken abzusagen, zurückgenommen. Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, hat sich inzwischen bei dem Journalisten Michel Friedman für die ursprüngliche Absage entschuldigt. Die Veranstaltung wird nun mit einigen Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung stattfinden.
Katharina Wagner hatte Friedman telefonisch kontaktiert und ihre Entschuldigung anschließend schriftlich bestätigt. Sie räumte ein, dass das Festival die Situation falsch eingeschätzt habe. Friedman nahm ihre Entschuldigung an und wird nun seine Rede auf dem Festival halten.
In seiner Ansprache wird Friedman auf Richard Wagners Antisemitismus und die historischen Verbindungen der Familie zum NS-Regime eingehen. Der Titel des Konzerts könnte jedoch noch vor dem neuen Termin angepasst werden.
Der ursprünglich vorgesehene Dirigent, Christian Thielemann, wird die Veranstaltung aufgrund von Terminüberschneidungen nicht leiten. Das Festival hat noch nicht bekannt gegeben, wer die musikalische Leitung übernehmen wird. Die Einnahmen aus dem Konzert fließen in Stipendien für junge israelische Musiker.
Das Gedenkkonzert findet somit unter geänderten Bedingungen statt. Katharina Wagners Entschuldigung hat den unmittelbaren Konflikt mit Michel Friedman beigelegt. Die endgültigen Details der Veranstaltung, darunter Titel und Dirigent, stehen jedoch noch aus.






