Baden-Württemberg startet Aktionsmonat für mehr Motorradsicherheit nach schweren Unfällen
Miriam AlbrechtBaden-Württemberg startet Aktionsmonat für mehr Motorradsicherheit nach schweren Unfällen
Die Motorradsaison 2026 in Baden-Württemberg hat in diesem Jahr ungewöhnlich früh begonnen. Obwohl die ersten Wochen bereits von mehreren schweren Unfällen überschattet wurden, startet das Innenministerium nun den ‚Aktionsmonat Motorradsicherheit‘ im Mai, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Im Rahmen der Kampagne werden rund 1.200 Beamte etwa 240 gezielte Kontrollen durchführen. Im Fokus stehen dabei besonders Rasen, riskante Überholmanöver sowie illegale Motorradumbauten, die immer wieder zu gefährlichen Situationen führen.
Das Ministerium ruft alle Motorradfahrer dazu auf, ihre Maschinen vor der ersten Ausfahrt gründlich zu überprüfen. Empfohlen wird eine Kontrolle von Bremsen, Reifen, Ölstand, Batterie und Schutzkleidung, um technische Mängel auszuschließen. Gleichzeitig betont die Behörde, dass sorgfältige Vorbereitung und verantwortungsvolles Fahren entscheidend sind, um Unfälle zu vermeiden.
Die Zahlen des Vorjahres unterstreichen die Dringlichkeit: Zwar ging die Gesamtzahl der Motorradunfälle leicht zurück, doch die Zahl der tödlichen Vorfälle stieg an. Besonders alarmierend ist, dass über 60 Prozent dieser tödlichen Unfälle selbstverschuldet waren – mit überhöhter Geschwindigkeit als häufigster Ursache. Mit dem ‚Aktionsmonat Motorradsicherheit‘ will das Innenministerium die Risiken im Straßenverkehr reduzieren und Biker für eine defensivere Fahrweise sensibilisieren. Die Kontrollen und Aufklärungskampagnen sollen dazu beitragen, dass die Saison trotz des frühen Starts sicherer verläuft als in den Vorjahren.






